Transparenz:
“House of Bane and Blood“ von Alexis L. Menard, erschienen bei EMF Verlag, ist ein Rezensionsexemplar, das mir vom Verlag als Hardcover mit Schutzumschlag kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt wurde. Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst. Meine Rezension spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.
Über das Buch

Autor*in: Alexis L. Menard
deutscher Titel: House of Bane and Blood
Originaltitel: Order and Chaos 1: House of Bane and Blood
Reihe | Band: Order and Chaos #1
Verlag: EMF Verlag (30. September 2025)
Seitenzahl: 528 Seiten | Gebundene Ausgabe (auch als eBook erhältlich)
ISBN: 978-3745929393
Genre: Romantasy, New Adult
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Umschlaggestaltung: © Gretchen Cobaugh, Lichen and Limestone
Aus dem Englischen übersetzt von Doris Attwood
Worum geht es im Buch?
Peaky Blinders trifft Six of Crows – Gangs, Crime und „Rivals to Lovers“ in der magischen Unterwelt von Lynchaven – Mit limitiertem Farbschnitt in der 1. Auflage
Nach dem Tod meines Vaters schwor ich mir, wenn ich jemals einem Attano begegnete, würde ich ihn töten. Stattdessen hatte ich einen geheiratet.
Einst war Camilla die mächtigste Erbin der Stadt – bis ein Attentat auf ihren Vater das Eisenbahnimperium ihrer Familie in Trümmer legt. Milla ist bereit, alles zu tun, um es zurückzuerlangen – sogar den Meistbietenden heiraten. Als ausgerechnet der Mann, der ihre Welt zerstört hat, anbietet, den Schuldenberg im Tausch gegen ihre Hand zu tilgen, bleibt ihr keine andere Wahl, als einen Deal einzugehen.
Nicolai Attano verkörpert alles, wovor sie immer gewarnt worden war: berechnend, skrupellos und auf gefährliche Weise attraktiv. Als Anführer des Attano-Clans beherrscht er die verbrecherische Unterwelt der Stadt und verfügt über tödliche magische Kräfte.
Camilla weiß, dass sie ihm nicht trauen kann. Doch Nico hat seine eigenen Beweggründe für ihre Verbindung: Ein Serienentführer, bekannt als „der Sammler“, treibt in den dunklen Gassen der Stadt sein Unwesen und schürt das Misstrauen zwischen den Einheimischen und den unterdrückten Reliktern – Menschen mit der Gabe, die Elemente, Licht und Schatten, Zeit und andere Menschen magisch zu beeinflussen. Milla soll ihm helfen, den Täter zu fassen und den drohenden Krieg zwischen den Stadtteilen zu verhindern. Gelingt ihr das, könnte sie mehr Freiheit gewinnen, als sie je zu träumen gewagt hat.
Der Deal führt sie tief in die dunkle Unterwelt der Stadt, wo mächtige Magie und arkane Wissenschaften miteinander konkurrieren. Als verbotene Gefühle für ihren Ehemann aufkeimen und dunkle Familiengeheimnisse ans Licht kommen, muss Milla sich ihrer Vergangenheit stellen – bevor sie und Nicolai in den Fängen des „Sammlers“ landen.
Wird Camilla den Mörder finden und lebend entkommen können – bevor der gefährlichste Mann der Stadt ihr Herz stiehlt?
Die neue Romantasy Obsession für alle, die morally gray love interests, verfeindete Mafiaclans, düstere Magie und spicy rivals-to-lovers-romance lieben. Für Fans von Quicksilver, Metal Slinger und Six of Crows.
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © EMF Verlag | House of Bane and Blood – Alexis L. Menard
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- Marriage of Convenience
- Forced Proximity
- Rivals to Lovers
- Mafia Boss
- Shadow Daddy
- Morally Grey Characters
- Found Family
Spice-Level
Spice-Level: (basierend auf meiner eigenen Meinung)

Die romantischen Momente sind intensiv, heiß und prickelnd, voller Nähe und Spannung, ohne übertrieben zu wirken, und sie verstärken die emotionale Dynamik zwischen Camilla und Nicolai auf glaubwürdige Weise.
Meine Meinung zu „House of Bane and Blood“
„House of Bane and Blood“ von Alexis L. Menard ist eine düstere Romantasy mit Crime-Elementen und der erste Band der „Order and Chaos“-Dilogie. Schon der Klappentext hat mich unglaublich neugierig gemacht – vor allem der Vergleich Peaky Blinders trifft Six of Crows: Gangs, Crime und Rivals to Lovers in einer magischen Unterwelt klangen einfach nach genau meinem Beuteschema. Und ich kann sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte spielt größtenteils in Lynchaven, einer Stadt, die lebendiger nicht sein könnte – laut, schmutzig, elegant und brutal zugleich. Eine Stadt der Gegensätze, in der Industrialisierung, Machtkämpfe, Geld und eine Unterwelt, in der Loyalität mehr zählt als Gesetz, sehr nah beieinander liegen. Die Stadt ist in Bezirke und Machtbereiche aufgeteilt, geprägt von sozialen Unterschieden, politischer Korruption und tief sitzendem Misstrauen zwischen den Fraktionen. Besonders stark fand ich, wie sehr Herkunft, Status und Magie den Platz eines Menschen in dieser Gesellschaft bestimmen.
Das Worldbuilding ist großartig und entfaltet sich langsam und mit Bedacht. Stück für Stück mit jeder Szene, jedem Dialog, jedem Konflikt und jeder Entscheidung. Alte Dynastien, wirtschaftliche Imperien, sowie kriminelle Netzwerke und geheime Abkommen prägen die Stadt und greifen durchdacht ineinander. Lynchaven fühlt sich nicht wie eine Kulisse an, sondern wie ein lebendiger Organismus, der seine Figuren formt.
Im Zentrum steht Camilla Marchese, einst die mächtigste Erbin der Stadt Lynchaven. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Vaters und dem Zusammenbruch des Eisenbahnimperiums ihrer Familie bleibt ihr nur eine einzige Möglichkeit, um alles zu retten: ein Deal. Und dieser Deal ist brutal. Sie heiratet ausgerechnet Nicolai Attano, den Mann, dessen Familie sie für den Untergang ihrer eigenen verantwortlich macht. Diese Ausgangslage ist von Beginn an voller Konflikte, Schmerz und unausgesprochener Wut und gibt der Geschichte eine spürbare emotionale Schwere, die sich durch den gesamten Roman zieht.
Mindestens genauso faszinierend ist das Magiesystem, das eng mit der politischen Ordnung der Welt verknüpft ist. Magie bedeutet hier nicht Freiheit, sondern Kontrolle. Relikter wirken ihre Kräfte nicht aus sich selbst heraus, sondern über Relikte, Artefakte, die Magie kanalisieren und gleichzeitig begrenzen. Diese Kräfte reichen von elementarer Magie über Licht und Schatten bis hin zu Zeit und sogar der Beeinflussung anderer Menschen. Magie hat immer Konsequenzen. Sie ist mächtig, aber gefährlich, sowohl für die Träger selbst als auch für das gesellschaftliche Gleichgewicht. Gerade diese Verbindung aus Magie, Macht und gesellschaftlicher Angst machen das System extrem spannend und glaubwürdig, wie ich finde.
Auch die Handlung verbindet mehrere Ebenen sehr geschickt miteinander. Neben Millas sehr persönlichem Kampf um Selbstbestimmung und Verantwortung gibt es die düstere Krimihandlung rund um den Serienentführer „den Sammler“, der gezielt Relikter entführt und damit einen offenen Konflikt zwischen den Fraktionen der Stadt provoziert. Beides greift nahtlos ineinander und sorgt dafür, dass die Geschichte nie nur romantisch oder nur spannend ist, sondern beides gleichzeitig.
Camilla war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist klug, diszipliniert und nicht auf den Mund gefallen. Obwohl sie selbst keine bekannten magischen Fähigkeiten besitzt, ist sie alles andere als machtlos. Ihre Stärke liegt im Denken, Beobachten und im strategischen Handeln. Ihre Entwicklung fühlt sich leise, aber konsequent an.
Nicolai Attano ist der Anführer einer der mächtigsten Clans der Stadt – gefährlich, kontrolliert und einfach faszinierend. Auch seine magischen Fähigkeiten sind beeindruckend. Besonders schön fand ich den Kontrast zwischen seiner öffentlichen Härte und den Momenten, in denen seine Loyalität und Fürsorge durchscheinen.
Die Dynamik zwischen Milla und Nico hat mir sehr gefallen. Sie ist geprägt von Misstrauen, unausgesprochenen Wahrheiten und einer Anziehung, die sich langsam und glaubwürdig entwickelt. Ihr Zusammenspiel erinnert stellenweise an ein modernes Romeo-und-Julia-Szenario, nur düsterer und emotional komplexer.
Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig, atmosphärisch und sehr bildhaft. Die Autorin nimmt sich Zeit für Details, ohne sich darin zu verlieren. Das Tempo ist gut ausbalanciert: ruhig genug, um die Welt und die Charaktere wirken zu lassen, aber spannungsgeladen durch Intrigen, Wendungen und moralische Entscheidungen. Immer wieder musste ich mich fragen, wem man denn wirklich trauen kann und auch der Cliffhanger am Ende hat mich sprachlos zurückgelassen.
Fazit:
„House of Bane and Blood“ von Alexis L. Menard ist ein düsterer, atmosphärischer Auftakt, der mich vor allem mit seinem starken Worldbuilding und dem faszinierenden Magiesystem überzeugt hat. Die Welt fühlt sich lebendig und gefährlich an, die Figuren bleiben im Kopf, und die Geschichte nimmt sich Zeit, ohne an Spannung zu verlieren. Absolute Leseempfehlung für Liebhaber*innen spicy Crime-Geschichten!
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
„House of Bane and Blood“ richtet sich an Leser*innen ab 16 Jahren, die eine gewisse Reife voraussetzen, nicht nur wegen des Spice-Anteils, sondern vor allem wegen der düsteren Themen, der Gewalt, der moralischen Grauzonen und der politischen Spannungen.
Ideal ist „House of Bane and Blood“ für Leser*innen, die düstere Romantasy mit Crime-Elementen mögen, sich an komplexem Worldbuilding erfreuen und morally gray Figuren spannender finden als klassische Held*innen. Wer Six of Crows, Gang-Dynamiken, Machtspiele und Rivals to Lovers liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Autor*in
Alexis ist Krankenschwester in Louisiana, wo sie mit ihrem Mann, ihrem Kleinkind und zwei übergroßen Hunden lebt. Sie genießt lange Spaziergänge über Mittelaltermärkte, liest bis in die Nacht hinein Romane, in denen aus Feinden Liebende werden, und genießt Weinabende mit ihrem „Finer Things Club“. Sie hofft, das Leben ihrer Leser*innen mit Welten zu bereichern, in die sie sich wegträumen und die sie noch lange nach dem letzten Kapitel mitnehmen können.
(Quelle + Infos: EMF Verlag)
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