Transparenz:
“Metal Slinger – Dunkle Verheißung“ von Rachel Schneider, erschienen bei Heyne Verlag, ist ein Rezensionsexemplar, das mir vom Verlag als Hardcover mit Schutzumschlag kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt wurde. Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst. Meine Rezension spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.
Über das Buch

Autor*in: Rachel Schneider
deutscher Titel: Metal Slinger – Dunkle Verheißung
Originaltitel: Metal Slinger
Reihe | Band: Fire & Metal #1
Verlag: Heyne Verlag (14. Januar 2026)
Seitenzahl: 512 Seiten | Gebundene Ausgabe (auch als eBook erhältlich)
ISBN: 978-3453275683
Genre: Romantasy, High Fantasy
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Umschlaggestaltung: Das Illustrat, München, nach einer Vorlage von Murphy Rae
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Kerstin Fricke
Worum geht es im Buch?
Es sollte der schönste Tag ihres Lebens werden, als die junge Wächterin Brynn zum ersten Mal mit ihrer Kohorte den Markt auf dem Festland besuchen darf. Denn seit die verfeindeten Kenta die Alaha aufs offene Meer verbannten, dürfen diese den Markt nur selten besuchen, um den brüchigen Frieden zu wahren. Als Brynn sich mit dem geheimnisvollen Kenta-Soldaten Acker anlegt, ahnt sie nicht, dass sie ebendiesen Frieden aufs Spiel gesetzt hat. Die Ereignisse überschlagen sich und Brynn und ihre Freunde müssen fliehen. Was Brynn ebenfalls nicht ahnt: Acker verfolgt sie über den Ozean bis nach Alaha. Und plötzlich steht alles, woran Brynn je geglaubt hat, auf dem Spiel – ihre Welt, ihre Vergangenheit und ihr Herz …
Ein mitreißendes Romantasy-Abenteuer mit einem Plottwist, der dir den Atem rauben wird!
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © Heyne Verlage | Metal Slinger – Dunkle Verheißung – Rachel Schneider
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- Enemies to Lovers
- Fated (Soul-)Mates
- Forced Proximity
- Secret Identity
- Who Did This To You?
- Betrayals
- Political / Court Intrigue
- Morally Grey Characters
Spice-Level
Spice-Level: (basierend auf meiner eigenen Meinung)

Die romantischen Szenen sind spürbar intensiv und körperlich nah. Es knistert deutlich zwischen den Figuren, ohne dass die Geschichte dabei ins Übertriebene abrutscht.
Meine Meinung zu „Metal Slinger – Dunkle Verheißung“
„Metal Slinger – Dunkle Verheißung“ von Rachel Schneider ist ein Romantasy-Auftakt, der mich neugierig, stellenweise ratlos, zwischendurch begeistert und am Ende tatsächlich sprachlos zurückgelassen hat. Schon der Klappentext hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Eine junge Wächterin vom Meer, ein brüchiger Frieden, ein Soldat des verfeindeten Volkes – das klang nach genau der Mischung aus Spannung und verbotener Gefühle, die ich liebe.
Im Mittelpunkt steht Brynn, die bei den Alaha aufgewachsen ist. Ihr Volk lebt auf dem Wasser, getrennt vom Festland, seit die Kenta sie einst verbannt haben. Diese Ausgangslage alleine ist schon sehr spannend und besonders atmosphärisch.
Der Einstieg in die Geschichte ist ein wenig verwirrend. Man wird mitten ins Geschehen geworfen, viele Begriffe fallen, die Spannungen zwischen den Völkern und Figuren sind deutlich wahrzunehmen, aber nichts wird näher erläutert. Es wirkt wie ein einziges Chaos in dem sich noch nicht greifbare Hintergründe verbergen. Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um wirklich anzukommen und mich zu orientieren. Doch im weiteren Verlauf fügen sich immer mehr Informationen zusammen und dieses verwirrende Gefühl legt sich. Hintergründe werden klarer, Zusammenhänge werden sichtbar, Motivationen nachvollziehbarer. Auch wenn nicht jede offene Frage beantwortet wird, entsteht Stück für Stück ein größeres Bild.
Auslöser der Handlung ist ein Zwischenfall auf dem Markt des Festlands. Eine Begegnung zwischen Brynn und dem geheimnisvollen Kenta-Soldaten Acker bringt eine Kette von Ereignissen ins Rollen, die weit über einen persönlichen Konflikt hinausgeht. Verrat, Intrigen, politische Spannungen und Magie verweben sich zu einer Geschichte, die immer wieder neue Wendungen nimmt. Die vielen Plot Twists – besonders im letzten Drittel – haben mich ehrlich überrascht. Manche Entwicklungen habe ich geahnt, andere kamen hingegen völlig unerwartet.
Allerdings muss ich auch sagen: Das Tempo ist nicht immer stimmig. Es gibt Phasen, in denen sich Ereignisse überschlagen, Entscheidungen sehr schnell getroffen werden und große Enthüllungen Schlag auf Schlag folgen. Dann wiederum zieht sich die Handlung, besonders während der Reise und der Zeit im Schloss. Wie viel Zeit zwischen Anfang und Ende tatsächlich vergeht, bleibt unklar. Dieses Ungleichgewicht hat mich stellenweise irritiert und ein wenig aus dem Lesefluss geworfen.
Erzählt wird die Geschichte komplett aus Brynns Ich-Perspektive. Das sorgt für emotionale Nähe. Man erlebt ihre Unsicherheiten, ihre Wut, ihre Sehnsucht unmittelbar mit. Gleichzeitig führt genau diese Perspektive dazu, dass man als Leser*in genauso wenig weiß wie sie. Gerade im Hinblick auf den großen Plot Twist am Ende stellt sich die Frage, wie das alles zusammenpasst. Hinweise oder innere Zweifel in eine bestimmte Richtung gab es kaum. Und doch… als die Wahrheit offenbart wird, ergibt manches plötzlich einen anderen Sinn. Ich bin sprachlos. Für mich persönlich war er gewagt, aber nicht schlecht. Er hat meine Sicht auf die gesamte Geschichte verändert und lässt mich neugierig auf die Fortsetzung zurück.
Brynn selbst ist eine Figur, die mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits ist sie mutig, kämpferisch und will ihren eigenen Weg gehen. Gleichzeitig verliert sie sehr schnell das Vertrauen in Menschen, die sie ihr Leben lang kennt, und vertraut Fremden hingegen erstaunlich leicht. Manche ihrer Entscheidungen wirkten daher widersprüchlich oder unüberlegt auf mich. Das hat mich teilweise ein wenig frustriert. Aber vielleicht gehört genau das zu ihrer Entwicklung. Sie ist jung, sie gerät in eine Welt voller Lügen und Halbwahrheiten. Dass sie Fehler macht, macht sie menschlich.
Acker hingegen ist charismatisch, frech und geheimnisvoll. Er wird mehrmals als „Soldat des Chaos“ bezeichnet, doch was genau dahintersteckt, bleibt offen. Auch ein Kopfgeld auf ihn wird erwähnt, aber nicht näher erläutert. Hier hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Das wirkte auf mich etwas unausgereift. Trotzdem mochte ich ihn sehr. Er hat eine starke Präsenz und bringt Spannung in jede Szene. Seine Dynamik mit Brynn lebt von Anziehung, Misstrauen und unausgesprochenen Wahrheiten. Die Liebesgeschichte ist intensiv, stellenweise sehr dramatisch und nicht immer ganz rund. Es gibt Dialoge und Situationen, die für mich etwas konstruiert wirkten. Dennoch ist die Chemie zwischen den beiden emotional aufgeladen.
Nebenfiguren wie Kai, Brynns bester Freund und Sohn des Königs von Alaha, haben mich ebenfalls überrascht. Ich war mir bei ihm lange sicher, ihn durchschaut zu haben – ein Fehler, wie sich zeigt. Aber auch Messer, der beste Freund von Kai und Beau, die Schwester von Acker, sind einfach großartig. Generell sind die Charaktere nicht eindeutig gut oder böse. Sie machen Fehler, sie tragen Geheimnisse, sie sind verletzlich. Das macht sie interessant, auch wenn nicht jede Entwicklung vollkommen stimmig ist.
Der Schreibstil von Rachel Schneider ist bildhaft und flüssig. Nach ein paar Kapiteln war ich richtig drin in der Geschichte. Die Autorin verbindet Spannung, Gefühl und Action auf eine sehr lebendige Weise. Die Welt ist voller Energie, alter Feindschaften und besonderer Gaben, die sich in bestimmten Blutlinien entfalten. Das Magiesystem bleibt noch etwas vage, aber es hat großes Potenzial für die Folgebände.
Trotz einiger Schwächen hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Besonders ab der Hälfte wurde es für mich immer spannender. Und dann dieses Finale. So viele Wendungen. So viele Fragen. Ich war wirklich sprachlos.
Fazit:
„Metal Slinger – Dunkle Verheißung“ von Rachel Schneider ist ein mitreißender Romantasy-Auftakt mit einer faszinierenden Welt, komplexen Figuren und einem Ende, das alles auf den Kopf stellt. Trotz einiger Schwächen bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
„Metal Slinger – Dunkle Verheißung“ von Rachel Schneider richtet sich an Leser*innen ab 16 Jahren, wobei die Intensität der Beziehungen und die politischen Machtspiele ein gewisses Maß an Reife voraussetzen. Die Dynamik aus Feindschaft, erzwungener Nähe, schicksalhafter Verbindung und Verrat spricht vor allem Leser*innen an, die moralisch graue Figuren und konfliktreiche Entwicklungen mögen. Wer hingegen eine leichte, romance-dominierte Geschichte oder ein sehr klar erklärtes Magiesystem erwartet, könnte hier eher anecken.
Autor*in
Rachel Schneider lebt mit ihrem Mann und ihrer gemeinsamen Tochter im Süden Louisianas. Schon immer hat sie sich Geschichten ausgedacht und aufgeschrieben, und so hat ihre Fantasie sie in fremde Welten voller aufregender Plottwists und komplexer Liebesbeziehungen mit einem Schuss Spice geführt. Wenn sie sich nicht gerade in ihren Tagträumen verliert, besucht sie gern Hockeyspiele oder entspannt mit einem guten Buch in der Badewanne.
(Quelle + Infos: https://www.penguin.de/autoren/rachel-schneider/765068)
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