Transparenz:
“To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben, oder dein Herz.“ von Brooke Fast, erschienen bei Bramble, ist ein Rezensionsexemplar, das mir über Vorablesen vom Verlag als Hardcover mit Schutzumschlag kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt wurde. Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst. Meine Rezension spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.
Über das Buch

Autor*in: Brooke Fast
deutscher Titel: To Cage a Wild Bird – Verlier dein Leben, oder dein Herz.
Originaltitel: To Cage a Wild Bird
Reihe | Band: Divided Fates #1
Verlag: Bramble HC (1. Dezember 2025)
Seitenzahl: 448 Seiten | Gebundene Ausgabe (auch als eBook erhältlich)
ISBN: 978-3426566138
Genre: Dystopie, Romantasy
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Umschlaggestaltung: © Guter Punkt, München, nach dem Originalumschlag von Julianna Lee und Leo Nicholls
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Bettina Ain
Worum geht es im Buch?
Dystopie is back! Die Tribute von Panemtrifft auf Powerless in Band 1 der tödlichen Fantasy-Romance über eine knallharte Kopfgeldjägerin.
Das Leben in Dividium beruht auf einer einzigen Regel: Disziplin oder Tod. Denn in Dividium führt nicht nur jedes Verbrechen in das brutale Gefängnis Endlock, sondern reiche Bürger der Oberschicht bekommen außerdem die Gelegenheit, die Gefängnisinsassen zu jagen und zu töten.
Als der Bruder der 23-jährigen Raven verhaftet wird, schleust sie sich selbst als Gefangene in Endlock ein, um ihn zu befreien. Schon bald muss sie alles daransetzen, damit sie und ihr Bruder die brutalen Spiele im Gefängnis überleben. Die einzige Hilfe, die sie dabei erhält, kommt ausgerechnet von dem mysteriösen Wachmann Vale.
Doch kann Raven wirklich dem Mann vertrauen, der für all das steht, was sie an Dividium so verabscheut?
Das heißersehnte Debüt der Booktokerin Brooke Fast enthält folgende Tropes:
Enemies to Lovers
Forbidden Love
Who did this to you?
Forced Proximity
Slow Burn Romance
Found FamilyDystopische Fantasy für alle Fans von Suzanne Collins, Lauren Roberts und Veronica Roths »Divergent – Die Bestimmung«
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © Bramble Verlag | To Cage a Wild Bird – Brooke Fast
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- Enemies to Lovers
- Forbidden Love
- Who did this to you?
- Forced Proximity
- Slow Burn Romance
- Found Family
Spice-Level
Spice-Level: (basierend auf meiner eigenen Meinung)

Die intimen Szenen zwischen Raven und Vale sind deutlich spürbar, körperlich und leidenschaftlich angelegt, mit starkem Fokus auf Nähe und Verlangen – intensiv und sinnlich erzählt, stellenweise recht explizit und klar im oberen Spice-Bereich angesiedelt.
Meine Meinung zu „To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben, oder dein Herz.“
„To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben, oder dein Herz.“ von Brooke Fast ist eine dystopische Fantasy-Romance und der erste Band der „Divided Fates“-Reihe. Eine Geschichte über ein schonungsloses System, tödliche Spiele, moralische Grauzonen und eine junge Frau, die alles riskiert, um ihren Bruder zu retten.
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich liebe Dystopien, und der Vergleich mit „Die Tribute von Panem“ und „Divergent – Die Bestimmung“ hat bei mir direkt funktioniert. Ein brutales Gefängnis, eine Oberschicht, die Gefangene jagt, und eine Protagonistin, die sich freiwillig diesem Albtraum aussetzt, um ihren Bruder zu retten, in Kombination mit Enemies to Lovers – das klang genau nach meinem Geschmack.
Der Einstieg ist mir wirklich leicht gefallen. Man wird direkt ins Geschehen geworfen und findet sich plötzlich in Dividium wieder; in einer kalten, skrupellosen Welt, in der Disziplin mehr zählt als Menschlichkeit. Diese Direktheit mochte ich sehr, weil sie sofort eine bedrückende Stimmung schafft. Besonders das Gefängnis Endlock hat mich direkt abgeholt. Die Vorstellung, dass reiche Bürger dafür bezahlen dürfen, Gefangene zu jagen und zu töten, ist zutiefst verstörend. Die Grausamkeit dieses Systems wird nicht beschönigt, sondern konsequent gezeigt, und genau das macht Endlock für mich zur größten Stärke des Buches.
Raven als Protagonistin mochte ich anfangs wirklich gern. Ihr bissiger Humor, ihre Schlagfertigkeit und ihre Entschlossenheit. Sie wirkte stark, wütend und gleichzeitig verletzlich. Gerade diese Mischung hat sie für mich interessant gemacht. Doch leider ist genau das im Laufe der Geschichte immer mehr verloren gegangen. Ich verstehe absolut, dass ihre Situation sie verändert und dass die Sorge um ihren Bruder Jed alles überschattet. Trotzdem hat mich diese Fixierung irgendwann mehr genervt, als berührt, schließlich ist Jed kein kleines Kind mehr und hat bereits einige Zeit in Endlock auch ohne Raven überlebt. Generell sollten die Charaktere im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durchlaufen, doch genau diese wirkte auf mich häufig konstruiert und seltsam unausgewogen, sodass ich Ravens innere Veränderung nicht immer nachvollziehen konnte.
Vale hingegen blieb für mich seltsam blass. Obwohl er eine wichtige Rolle spielt, hatte ich oft das Gefühl, ihn nicht wirklich zu kennen. Seine Fürsorglichkeit Raven gegenüber und seine ruhige Art sind durchaus positiv, aber sie reichen nicht aus, um ihn als Figur wirklich greifbar zu machen. Er wirkte eher wie eine Funktion innerhalb der Handlung als wie ein eigenständiger Charakter. Der Fokus liegt sehr stark auf Raven, was einerseits Sinn ergibt, andererseits aber auch verschenktes Potenzial ist.
Die Liebesgeschichte war für mich solide, aber nicht herausragend. Das Enemies to Lovers Element und die verbotene Nähe passen grundsätzlich gut zur Geschichte. In der Umsetzung konnte mich dieses Motiv jedoch nicht überzeugen, da mir die emotionale Entwicklung zwischen Raven und Vale nicht glaubwürdig genug erschien und stellenweise zu konstruiert wirkte. Vieles ging mir einfach zu schnell, bzw. zu reibungslos. Besonders die spicy Szenen empfand ich als schwierig. Ja, das Buch wird unter anderem als spicy Dystopie angepriesen und es spricht auch nichts dagegen. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Erotik in Büchern, ganz im Gegenteil. Aber hier waren sie meiner Meinung nach zu oft an völlig unpassenden Stellen platziert. Die Situation spitzt sich zu, es geht um Leben und Tod und plötzlich liegt der Fokus hauptsächlich auf der körperlichen Nähe zwischen Raven und Vale. Das hat die Spannung für mich stellenweise eher unterbrochen, statt sie zu verstärken und fühlte sich teilweise einfach nur fehl am Platz an. Mit weniger expliziten Szenen, dafür mehr angedeutetem Knistern, Reibungen und emotionaler Spannung hätte die Geschichte für mich deutlich mehr gewonnen, ohne den eigentlichen Handlungsverlauf aus dem Blick zu verlieren.
Der Schreibstil ist einfach und gut lesbar. Das Tempo ist rasant, denn die Spiele als auch die Intrigen der Gefängnisinsassen untereinander sorgen für Spannung. Die Handlung unterhält dabei durchaus, wirkte für mich teilweise jedoch unausgereift und nicht immer konsequent durchdacht, was vor allem in der Figurenentwicklung und den Beziehungen der Charakter zueinander spürbar wurde.
Was mir allerdings gefehlt hat, war ein tieferer Blick auf die Welt außerhalb von Endlock. Für eine Dystopie ist mir das Worldbuilding ein wenig zu einseitig. Das System von Dividium ist spannend, aber politische Hintergründe, Alltag und gesellschaftliche Strukturen blieben mir persönlich zu vage. Ich möchte besser verstehen, wie es zu diesem System kam und wie die restliche Bevölkerung lebt. Ich bin gespannt, ob sich dies in Band 2 ändert.
Fazit:
„To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben, oder dein Herz.“ lebt von seiner grausamen Welt und der intensiven Atmosphäre, verliert für mich aber stellenweise an Tiefe. Eine Geschichte mit viel Potenzial, die mich aber nicht ganz so in ihren Bann gerissen hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
„To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben, oder dein Herz.“ von Brooke Fast richtet sich an Leser*innen ab etwa 16–18 Jahren. Die Geschichte ist düster, brutal und emotional fordernd, kombiniert mit expliziter Romance und gewaltvollen Elementen innerhalb eines dystopischen Settings.
Empfohlen für alle, die dystopische Fantasy mit tödlichen Spielen, moralischen Grauzonen und einer dominanten Romance mögen. Wer Gefängnis-Settings, kaputte Systeme, Enemies to Lovers Dynamiken und intensive emotionale wie körperliche Spannung sucht, wird hier fündig, sollte aber damit rechnen, dass die Romance stellenweise stärker im Fokus steht als Worldbuilding und Figurenentwicklung.
Autor*in
Brooke Fast ist von klein auf eine Liebhaberin von Dystopien, Fantasy und Liebesromanen aller Art. Wenn sie nicht gerade neue Welten entwirft, findet man sie mit ihrem Mann und den beiden Hunden in ihrem selbst gebauten kleinen Haus in den Bergen von Maine. Entweder trinkt sie Unmengen von Kaffee und blättert in der neuesten Romantasy-Veröffentlichung, oder sie teilt Buchrezensionen unter ihrem Alter Ego @librarybrookes.
To Cage a Wild Bird ist ihr Debütroman und Band 1 der dystopischen Fantasy-Romance über die Kopfgeldjägerin Raven.
(Quelle + Infos: https://www.bramblebooks.de/autor/brooke-fast-3015615)
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Weil deine Gedanken zählen!
Ich hoffe, meine Rezension hat dir gefallen und dich neugierig gemacht.
Wie wichtig ist dir die Balance zwischen Dystopie und Romance in einer Geschichte, wie z. B. „Die Tribute von Panem“?
Ich freue mich auf deine Gedanken in den Kommentaren!
Die vollständigen Copyright- und Urheberrechtsangaben sind in meinem Impressum hinterlegt.



Hallo liebe Elchi,
Danke für diese Vorstellung, denn es ist genau meine persönliche Leserichtung……..augenzwickern…
Schade das es doch einige Schwächen aufweist……
Hm, bei Erotik bin ich immer der Auffassung, ich muss da nicht alles der Personen in Roman lesemäßig/life und in Farbe mit erleben…mein Spruch dazu ……….was hinter der Schlafzimmertür passiert ist alleine deren Sache/Befinden und gut ist es…..
….ich möchte da kein stiller Zuschauer sein oder werden….
LG…Karin..
Liebe Karin,
Ja, entweder bin ich durch den Vergleich zu Panem und Divergent mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte heran gegangen, oder keine Ahnung. Der Einstieg war klasse, aber im Verlauf der Handlung haben leider niht nur die Charaktere sondern auch die Geschichte mich mehr und mehr verloren.
Bzgl. der erotischen Szenen muss es für mich einfach zur Geschichte und dem Moment in der Geschichte passen. Wenn es zu konstruiert dahingestellt ist, hauptsache, dass die Charaktere sich näherkommen und miteinander rummachen, finde ich es nicht sonderlich spannend. Ob es ein wenig expliziter sein darf, hängt dann auch immer von der Geschichte selbst ab. Aber an und für sich sind mir Andeutungen, die der Fantasie überlassen werden auch lieber, statt dabei ins Detail zu gehen.
Ich wünsche dir wundervolle Weihnachtsfeiertage!
Liebe Grüße,
Elchi