Transparenz:
“Die Schwerfeuer-Saga: Weißes Gold“ von Robert Corvus, erschienen im Atlantis Verlag, ist ein Hardcover, das ich mir selbst gekauft habe. Dieser Beitrag ist nicht bezahlt oder gesponsert und spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Ich kennzeichne ihn dennoch als Werbung, da er das Interesse an dem Buch wecken und potenzielle Kaufentscheidungen beeinflussen könnte.
Altersfreigabe ab 18 Jahren:
Dieser Beitrag gehört zur Kategorie “Dark Fantasy” / „Military Fantasy“ und richtet sich aufgrund der behandelten Inhalte an ein erwachsenes Publikum. Das Werk „Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold“ von Robert Corvus enthält explizite Darstellungen von Gewalt, sexuellen Inhalten und psychologisch düsteren Themen. Aus diesem Grund ist der Inhalt ausschließlich für Leser*innen ab 18 Jahren geeignet.
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Es liegt in Ihrer Verantwortung, zu entscheiden, ob diese Inhalte für Sie geeignet sind – insbesondere im Hinblick auf psychologisch belastende und potenziell verstörende Themen. Die Betreiberin dieses Blogs übernimmt keine Verantwortung für die persönlichen Auswirkungen, die das Lesen oder Anschauen dieser Inhalte auf die Leser*innen haben könnte.
Über das Buch

Autor*in: Robert Corvus
Originaltitel: Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold
Reihe | Band: Die Schwertfeuer-Saga #2
Verlag: Atlantis Verlag (30. Juni 2024)
Seitenzahl: 400 Seiten | Gebundene Ausgabe (auch als eBook erhältlich)
ISBN: 978-3864029424
Genre: Military Fantasy, Dark Fantasy
Altersempfehlung: ab 18 Jahren
Umschlaggestaltung: Timo Kümmel
Worum geht es im Buch?
Ruhm und Reichtum locken Rorgators Söldner immer wieder aufs Schlachtfeld, gerüstet, bewaffnet und gestärkt durch die Macht der Feuerdämonen. Einem von ihnen bietet sich eine leichtere Art, seinen Ehrgeiz zu stillen: Unerwartet rückt Kort in der Erbfolge der heimischen Grafschaft auf. Doch sein Volk verlangt, dass er sich von den Sünden seines gewaltvollen Lebens reinigt, bevor er den Thron besteigt.
Er muss sich auf eine Pilgerfahrt begeben – eine Gelegenheit für seine Rivalen, ihn aus dem Weg zu räumen. Er heuert den Klingenrausch an: Die Elitesöldner sollen ihn schützen.
Dass die Dämonenverehrer auf dem frommen Pfad alles andere als willkommen sein werden, ist ihnen klar. Aber Korts Silber ist eine Verlockung, der sie nicht widerstehen wollen …Das Buch enthält als Bonus die Kurzgeschichte SÖLDNERGOLD.
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © Robert Corvus | Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold – Robert Corvus
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- Mercenary Band
- Strong Female Characters
- Dark Magic
- Demons
- Power at a Price
- Corruption Arc
- Morally Grey Characters
Meine Meinung zu „Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold“
„Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold“ von Robert Corvus ist ein Dark Military Fantasy Roman und der zweite Band der „Die Schwertfeuer-Saga“. Das Buch erschien erstmals 2017 bei Piper Fantasy und wurde 2024 in einer überarbeiteten Neuauflage beim Atlantis Verlag veröffentlicht. Nach dem Ende des ersten Bandes musste ich einfach wissen, wie es weitergeht. Dieses Mal hat mich die rohe Gewalt nicht mehr ganz so unvorbereitet getroffen, da ich die Tonalität bereits kannte und daher wusste, worauf ich mich einlasse. Trotzdem gilt ganz klar zu sagen, dass diese Reihe nichts für Zartbesaitete ist. Wer Probleme mit expliziten Darstellungen von Gewalt und Folter hat, sollte vorsichtig sein.
Die Geschichte setzt direkt an die Ereignisse aus Band eins an. Der Klingenrausch ist geschwächt, innerlich angespannt und irgendwie ständig kurz davor, auseinanderzubrechen. Dann kommt dieser neue Auftrag ausgerechnet Kort bei seiner Pilgerreise zu begleiten und ihm Schutz zu bieten. Dies klingt im ersten Moment erst einmal fast schon harmlos, aber natürlich bleibt es nicht dabei. Kort, der plötzlich Anspruch auf eine Grafschaft hat, soll sich reinigen, um seinen Anspruch geltend zu machen, und wird dabei direkt zum Ziel für seine Feinde. Die Söldner sollen ihn schützen, obwohl sie selbst Dämonenkräfte nutzen und auf diesem frommen Weg alles andere als gern gesehen sind. Diese Ausgangslage allein fand ich bereits extrem spannend, weil es irgendwie total gegensätzlich ist – brutale Söldner auf einer religiösen Reise.
Die Handlung fühlt sich diesmal weniger geradlinig an als im ersten Band. Es gibt mehrere Ebenen, Intrigen im Hintergrund und persönliche Ziele, die sich teilweise widersprechen. Das sorgt für Spannung, aber auch dafür, dass sich der Fokus manchmal etwas verteilt. Die Pilgerreise selbst ist wichtig, aber für mich persönlich gefühlt rücken andere Dinge stärker in den Fokus. Vielmehr sind es die Figuren und ihre Entscheidungen, die in Erinnerung bleiben und mich berührt haben.
Die Charaktere sind nach wie vor die größte Stärke der Geschichte, denn sie sind vielschichtig, widersprüchlich und entwickeln sich alle auf ihre eigene Weise und in ihrem Tempo weiter. Wenngleich nicht immer in eine Richtung, die man gutheißen möchte.
Eivora kämpft weiterhin darum, ihre Position als Anführerin zu festigen. Dabei trifft sie Entscheidungen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Sie wirkt teilweise härter, kompromissloser, vielleicht auch ein Stück weit getrieben. Das macht sie interessant, aber nicht unbedingt sympathischer.
Gonter hingegen hat mir in diesem Band noch besser gefallen. Der ehemalige Prinz, der unbedingt Söldner sein will, wächst sichtbar an seinen Aufgaben. Er behauptet sich, ohne seinen Charakter komplett zu verlieren. Gerade diese Mischung aus Pflichtgefühl, Charme und Ernsthaftigkeit fand ich sehr gelungen. Er bringt an vielen Stellen nochmal eine andere Perspektive hinein. Gerade weil er dieses Mal den Dämonen auch direkt gegenübertritt.
Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür ist diese Stelle:
„Er durfte nicht daran denken, dass er im Begriff stand, ins Maul eines Dämons zu steigen, und dass Dämonen Gefallen am Untergang von Menschen fanden. Dass sie nach Seelen gierten, die sie quälen könnten. Sie wollten die Welt in einem Feuersturm verbrennen und sich an den Schreien der Gepeinigten erfreuen.“ (Robert Corvus, „Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold“, Seite 205)
Diese Passage zeigt eindrücklich, wie grausam und zerstörerisch diese Dämonen eigentlich sind und was für ein Preis hinter der Macht des „Schwertfeuers“ steckt.
Und dann ist da Fiafila, bzw. Fiafila-Ignuto, sie ist für mich weiterhin die spannendste Figur der gesamten Reihe. Ihr innerer Konflikt, ihr Wandel von der Priesterin zur Avatar, und die Dynamik mit dem Homunkulus sind einfach faszinierend. Sie bewegt sich ständig auf einem schmalen Grat, und man weiß nie genau, wofür sie sich als nächstes entscheiden wird.
Auch die Nebenfiguren sind alles andere als bloßes Beiwerk und sorgen für zusätzliche Tiefe. Prekesta bringt noch einmal ganz eigene, spannende Facetten mit hinein und sorgt dafür, dass sich das Gesamtbild weiter verdichtet. Sie hat mich an einigen Stellen wirklich neugierig gemacht und ich hätte mir hier und da noch ein wenig mehr Raum für sie gewünscht.
Ebenfalls hängen geblieben ist mir Yra. Ihre tragische Vergangenheit ist alles andere als leicht und ständig präsent. Nachdem sie bereits so viel durchmachen musste, ordnet sie sich Fiafila-Ignuto als Magd unter. Ihre Entwicklung ist eindrucksvoll beschrieben, gerade weil man merkt, dass sie sich im Laufe der Geschichte nicht einfach unterdrücken lässt. In ihr entfacht nach und nach ein gewisser Widerstand und neuerweckter Kampfgeist, der immer wieder durchblitzt.
Und natürlich ist da auch noch Aglix! Der kleine Feuersalamander ist für mich nach wie vor der heimliche Star der Geschichte. Er hat mein Herz schon im ersten Band erobert und schafft es auch hier wieder, kleine Momente von Leichtigkeit und Wärme in eine ansonsten sehr düstere Welt zu bringen. Er ist nicht einfach nur „niedlich“, sondern ein echter Charmefaktor, der der Geschichte gut tut.
Der Schreibstil von Robert Corvus ist klar, direkt und sehr gut lesbar. Er beschreibt brutal, ohne unnötig auszuschmücken. Die Gewalt wirkt dadurch oft noch intensiver, weil sie so nüchtern dargestellt wird. Gleichzeitig schafft er es, immer wieder ruhige Momente in Form von Gesprächen, Gedanken und kleinen Szenen, die den Figuren Tiefe geben, einzubauen.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen verschiedenen Figuren, bleibt dabei aber immer nah genug, um ihre Motive nachvollziehen zu können. Auch wenn ich nicht jede Entscheidung gut fand, so konnte ich zumindest meist verstehen, warum sie getroffen wurde.
Das Tempo ist insgesamt gut ausbalanciert. Es gibt ruhigere Abschnitte, in denen Figuren und Welt weiter aufgebaut werden, und dann wieder schnelle, intensive Szenen voller Action.
Der Weltenbau und das Magiesystem greifen auch in diesem Band wieder sehr gut ineinander. Die Welt wirkt rau, durchdacht und von klaren Strukturen, wie Hierarchien, Verträge und Macht, geprägt. Diese spielen eine große Rolle, während moralische Grenzen oft verschwimmen.
Besonders spannend finde ich nach wie vor die dämonische Magie. Sie ist nichts, was man einfach kontrolliert oder „nutzt“. Sie ist gefährlich, unberechenbar und immer mit einem Preis verbunden. Pakte mit Dämonen bedeuten Macht, aber auch Verlust. Kontrolle ist eine Illusion. Die Dämonen stehen nicht nur für Macht, sondern auch für Zerstörung, Schmerz und Verlust und genau diese zerstörerische Natur der Dämonen wird im Verlauf der Geschichte immer wieder sehr greifbar.
Beim Ende war ich dann ein bisschen zwiegespalten. Es ging mir fast zu schnell und hat sich nicht ganz rund angefühlt, weshalb mich dieses eine gewisse Szenario zum Ende nicht ganz so abholen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem hat es mich neugierig genug auf den nächsten Band zurück gelassen.
Fazit:
„Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold“ von Robert Corvus ist eine starke Fortsetzung, die vor allem durch ihre Figuren überzeugt. Nicht alles hat für mich komplett funktioniert, und bei manchen Entwicklungen war ich auch etwas kritisch, aber genau das macht die Geschichte irgendwie spannend. Sie ist rau, nicht immer einfach, manchmal auch unbequem, aber sie bleibt definitiv im Kopf. Wem Band eins gefallen hat, sollte hier definitiv weiterlesen.
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
Ich würde „Die Schwertfeuer-Saga: Weißes Gold“ von Robert Corvus Leser*innen ab 18 Jahren empfehlen, die sich im Bereich Dark Fantasy und Military Fantasy wohlfühlen und kein Problem mit expliziten, teils sehr brutalen Darstellungen haben. Der Roman zeigt Gewalt, Grausamkeit und moralische Abgründe sehr direkt und ohne Beschönigung – sowohl körperlich als auch psychisch. Wer empfindlich auf Folter, Kriegsgeschehen oder eine insgesamt düstere, beklemmende Atmosphäre reagiert, sollte sich dessen bewusst sein.
Gleichzeitig richtet sich das Buch an Leser*innen, die vielschichtige Figuren, innere Konflikte und moralische Grauzonen schätzen. Wer gerne Geschichten liest, in denen es keine klaren Grenzen zwischen Gut und Böse gibt, und die eher auf ein raues, geerdetes Setting mit militärischem Fokus setzen, dürfte hier genau richtig sein.
Autor*in
Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Niedersachsen. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Als Bernard Craw veröffentlichte er zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und »Battletech« sowie einen apokalyptischen Vampirthriller. Als Robert Corvus etablierte er sich mit der Trilogie »Die Schattenherren« in der Grim & Gritty Fantasy, schreibt neben Einzeltiteln und Trilogien Fantasy bei »Die Vagabunden«, Science-Fiction bei »Perry Rhodan« und adaptierte gemeinsam mit Bernhard Hennen die »Phileasson-Saga«.
(Quelle + Infos: https://www.amazon.de/stores/author/B00AWO5S9C/about)
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Ich hoffe, meine Rezension hat dir gefallen und dich neugierig gemacht.
Würdest du dich trauen den Pakt mit den Dämonen einzugehen? Oder hättest du Angst dich zu sehr selbst zu verlieren?
Verrate es mir gerne in den Kommentaren – ich bin gespannt auf deine Meinung.
Alle wichtigen Hinweise zu Urheberrechts- und Copyright-Angaben sind in meinem Impressum hinterlegt.


