Transparenz:
“Guilty Pleasure“ von Linda Schipp, erschienen bei Heyne Verlag, ist ein Rezensionsexemplar, das mir vom Verlag als Paperback mit Klappenbroschur kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt wurde. Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst. Meine Rezension spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.
Altersfreigabe ab 18 Jahren:
Dieser Beitrag gehört zur Kategorie “Psycho-Thriller“ und richtet sich aufgrund der behandelten Inhalte an ein erwachsenes Publikum. Das Werk „Guilty Pleasure“ von Linda Schipp enthält explizite Darstellungen von Gewalt, psychologischen Abgründen sowie Themen wie Machtmissbrauch, Manipulation und voyeuristische Beobachtung. Aus diesem Grund ist der Inhalt ausschließlich für Leser*innen ab 18 Jahren geeignet.
Mit dem Aufruf dieser Seite bestätigen Sie, dass Sie das erforderliche Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben oder über die nötige Reife und Erfahrung verfügen, um sich mit den besprochenen Themen und dargestellten Inhalten auseinanderzusetzen.
Es liegt in Ihrer Verantwortung, zu entscheiden, ob diese Inhalte für Sie geeignet sind – insbesondere im Hinblick auf psychisch belastende und potenziell verstörende Aspekte. Die Betreiberin dieses Blogs übernimmt keine Verantwortung für die persönlichen Auswirkungen, die das Lesen oder Auseinandersetzen mit diesen Inhalten auf die Leser*innen haben könnte.
Über das Buch

Autor*in: Linda Schipp
Originaltitel: Guilty Pleasure
Reihe | Band: –
Verlag: Heyne Verlag (16. April 2026)
Seitenzahl: 400 Seiten | Paperpack, Klappenbroschur
ISBN: 978-3453443983
Genre: Psycho-Thriller
Altersempfehlung: ab 18 Jahren
Umschlaggestaltung: zero-media.net
Worum geht es im Buch?
Ein Hotel, in dem Wünsche erfüllt und Albträume wahr werden
Hotel Guilty Pleasure ist weltberühmt. Das Luxusresort erfüllt dem obersten Prozent geheime Wünsche – ohne Tabus und mit höchster Diskretion. Nicht mal die erlesenen Gäste kennen den Standort. Erbaut auf einer tropischen Insel, ist das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
Für fünf Gäste scheinbar die perfekte Gelegenheit, um ihren persönlichen Begehren freien Lauf zu lassen. Dabei wissen sie nicht, dass ihre Machenschaften von einem Kamerasystem beobachtet werden. Und in ihren kühnsten Albträumen hätten sie sich nicht ausmalen können, dass dieses System die Geschehnisse im Hotel online streamt. Als brutal-reale Reality Show. Live. In die ganze Welt.
Niemand kann sie kontaktieren. Niemand kann sie aufhalten. Und die Hotelgäste sind im Begriff, vor den Augen aller entsetzliche Verbrechen zu begehen.
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © Heyne Verlag | Guilty Pleasure – Linda Schipp
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- Multiple POVs
- Hidden Secrets
- Surveillance / Big Brother
- Voyeurism
- Deadly Game
- Locked Room / Locked-In Setting
- Trust Nobody
- Trash-TV
Meine Meinung zu „Guilty Pleasure“
„Guilty Pleasure“ von Linda Schipp ist ein düsterer, rasanter Thriller mit Reality-Show-Vibes und psychologischen Abgründen. Ich hatte damals ja schon das Debüt der Autorin gelesen und war deshalb neugierig, wohin sie sich weiterentwickelt hat. Zudem hat mich der Klappentext ihres neuen Thrillers sofort gepackt – speziell die Idee mit dem geheimen Luxus-Hotel, in dem alles erlaubt ist, klang einfach zu spannend.
Inhaltlich geht es um fünf Fremde, die alle aus unterschiedlichen Gründen in einem abgeschotteten Resort auf einer tropischen Insel landen. Anfangs denkt man noch, okay, jeder hat halt so sein kleines Geheimnis… aber das eskaliert ziemlich schnell. Was sie dabei nicht wissen: Sie werden beobachtet. Und mehr noch… All ihre Taten werden live in die Welt gestreamt. Aus einem Ort der Freiheit wird schnell ein Albtraum. Dabei verfolgen alle ihre ganz eigenen Ziele. Manche suchen Zuflucht, andere Antworten oder sogar Rache, und genau diese unterschiedlichen Motive treiben die Handlung immer weiter an und sorgen dafür, dass sich die Situation Stück für Stück zuspitzt.
Besonders erschreckend fand ich dabei, wie weit einige Figuren gehen. Gerade eine Figur (ich möchte diese jetzt nicht nennen und auch nicht im Detail darauf eingehen, um nicht zu spoilern) überschreitet hier mehrfach Grenzen, die mir Schauer über den Rücken gejagt haben, ich öfter innehalten musste und mir teilweise bei dem Gedanken daran regelrecht schlecht wurde. Denn es war einfach nur heftig.
Schnell merkt man, dass es hier nicht nur um Spannung geht, sondern auch um moralische Fragen. Wie weit würde man gehen, wenn niemand zuschaut – oder gerade wenn alle zuschauen?
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was ich persönlich sehr mochte. Diese wechselnden Blickwinkel bringen Dynamik, weil sich alles Stück für Stück zusammensetzt. Schließlich erlebt man nicht nur die Ereignisse selbst, sondern bekommt auch Einblicke in das, was hinter den Kulissen passiert. Ich dachte immer wieder „Ahh, jetzt habe ich es durchschaut“! … nur um dann wieder komplett daneben zu liegen.
Besonders Zoe ist mir im Kopf geblieben, weil sie nach außen stark wirkt, innerlich aber mit ganz eigenen Kämpfen ringt. Generell sind die Figuren nicht unbedingt sympathisch, aber genau das passt zur Geschichte, da sie alle ihre Abgründe haben. Ihre Entwicklung ist interessant, weil sich nach und nach zeigt, dass niemand wirklich das ist, was er vorgibt zu sein. Denn Vorsicht, auch die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren und ihre Hintergründe spielen dabei eine größere Rolle, als man zunächst vermuten würde. Auch wenn ich eher das Gefühl hatte alles aus einer gewissen Distanz zu beobachten und nicht direkt mitgefiebert habe, so wollte bzw. musste ich doch wissen was zur Hölle in diesem Hotel eigentlich abgeht.
Der Schreibstil ist leicht zugänglich und flüssig. Die Kapitel sind kurz und oft mit kleinen Cliffhangern versehen, wodurch ich ständig doch noch ein Kapitel gelesen habe. Gleichzeitig muss man aber aufmerksam bleiben, denn viele Details gewinnen erst später an Bedeutung. Gerade kleine Hinweise oder scheinbar nebensächliche Szenen entwickeln im Verlauf eine ganz andere Tragweite. Das ist mir positiv aufgefallen, weil es sich am Ende eben doch zu einem großen Ganzen zusammensetzt.
Das Tempo ist insgesamt hoch, teilweise fast schon zu hoch. Gerade im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse, ein Twist jagt den nächsten. Das ist spannend, kann stellenweise aber auch etwas viel werden. Manchmal hätte ich mir einen Moment mehr Ruhe gewünscht, um alles sacken zu lassen. Denn hier und da dachte ich nur „Warte… wer war jetzt nochmal wer und warum genau?“ Trotzdem bleibt die Spannung konstant auf einem sehr hohen Niveau. Ein echter Pageturner.
Das Setting fand ich von der Idee her richtig stark – ein luxuriöses Hotel auf einer tropischen Insel, das komplett abgeschottet vom Rest der Welt ist. Allerdings bleibt die Umgebung etwas im Hintergrund. Ich hätte mir ein bisschen mehr von diesem „tropischen Feeling“ gewünscht. Viel spielt sich in den Innenräumen ab, wodurch das „Paradies“-Gefühl weniger zur Geltung kommt, als ich erwartet hatte. Dafür entsteht eine fast klaustrophobische Atmosphäre, die gut zur Handlung passt.
Was für mich aber echt hängen geblieben ist, ist dieser gesellschaftskritische Aspekt. Das Buch hält einem durchaus den Spiegel vor. Gerade was Themen wie Voyeurismus, Reality-TV und Sensationslust angeht.
Vor allem, weil hier Dinge passieren, bei denen man sich unweigerlich fragt, warum überhaupt jemand zuschaut. Und gleichzeitig merkt, dass man selbst ja auch weiterliest. Genau dieses „unangenehme“ Gefühl fand ich richtig stark umgesetzt. Denn man fühlt sich beim Lesen teilweise selbst wie ein stiller Beobachter und hinterfragt unweigerlich das eigene Verhalten. Ich hab mich beim Lesen öfter selbst total ertappt gefühlt.
Fazit:
„Guilty Pleasure“ von Linda Schipp ist ein intensiver, spannender Thriller mit einer starken Grundidee, vielen Wendungen und einem extrem hohen Tempo. Nicht alles ist perfekt, vor allem gegen Ende wird es etwas überladen und teilweise verwirrend, aber die Geschichte bleibt definitiv im Kopf und regt zum Nachdenken an!
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
Ich würde „Guilty Pleasure“ von Linda Schipp Leser*innen ab 18 Jahren empfehlen, die sich im Bereich Thriller mit psychologischen und gesellschaftskritischen Elementen wohlfühlen und kein Problem mit expliziten, teils verstörenden Inhalten haben. Das Buch zeigt menschliche Abgründe, Gewalt und moralische Grenzüberschreitungen sehr direkt und ohne Beschönigung – sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene. Wer empfindlich auf Themen wie Manipulation, Machtmissbrauch oder voyeuristische Darstellungen reagiert, sollte sich dessen bewusst sein.
Gleichzeitig richtet sich die Geschichte an Leser*innen, die komplexe Erzählstrukturen, mehrere Perspektiven und viele Wendungen mögen. Wer gerne miträtselt, Theorien aufstellt und sich auch mal bewusst irritieren lässt, dürfte hier genau richtig sein. Besonders spannend ist das Buch für alle, die sich für gesellschaftliche Fragen rund um Medienkonsum, Sensationslust und moralische Grenzen interessieren.
Autor*in
Linda Schipp, 31 Jahre, beschäftigt sich mit der Dramaturgie fesselnder Geschichten bereits seit ihrem Studium der Kommunikationswissenschaft. Nach einigen erfolgreichen Jahren als Storytellerin in mehreren namhaften PR-Agenturen machte sie sich selbstständig, um sich ihren Kindheitstraum zu erfüllen: „vom Schreiben zu leben“ und das überall auf der Welt. Heute wohnt Linda Schipp nahe Düsseldorf und erzählt Geschichten in Vollzeit – als Autorin, Redakteurin, Hörbuchsprecherin und auf Social Media. Sie schreibt dopamingeladene Next-Generation-Thriller, die Leserinnen und Leser an die malerischsten Orte der Welt entführen. Als Backpackerin hat sie die meisten ihrer paradiesischen Schauplätze schon selbst erkundet.
(Quelle + Infos: https://www.penguin.de/autoren/linda-schipp/766672)
Du möchtest mehr über Linda Schipp und ihre spannenden Geschichten erfahren?
Dann besuche ihre offizielle Website oder folge ihr auf Instagram, um Nichts zu verpassen!

Weil deine Gedanken zählen!
Ich hoffe, meine Rezension hat dir gefallen und dich neugierig gemacht.
Würdest du in ein Hotel gehen, in dem wirklich alles erlaubt ist, auch wenn du nicht sicher sein kannst, wer zuschaut?
Verrate es mir gerne in den Kommentaren – ich bin gespannt auf deine Meinung.
Alle wichtigen Hinweise zu Urheberrechts- und Copyright-Angaben sind in meinem Impressum hinterlegt.


