Transparenz:
“Gottes Ebenbilder: Der Botschafter“ von Robert Corvus, erschienen im Self-Publishing, ist ein Rezensionsexemplar, das mir vom Autor als eBook kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt wurde. Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst. Meine Rezension spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Lieber Robert Corvus, hab vielen lieben Dank für die Bereitstellung des Exemplars.
Über das Buch

Autor*in: Robert Corvus
Originaltitel: Gottes Ebenbilder: Der Botschafter
Reihe | Band: Gottes Ebenbilder #2
Verlag: Selfpublishing (1. September 2026)
Seitenzahl: 290 Seiten | Amazon eBook
ASIN: B0H9HWQP93
Genre: Science-Fiction
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Umschlaggestaltung: © Robert Corvus; KI-generiert
Worum geht es im Buch?
Terrock hat einen Individualkörper ausgebildet, um ihn für den Kontakt mit der Spezies Mensch bereitzustellen: Kerreck. Als Repräsentanten der Menschheit akzeptieren die Außerirdischen nur Pater Gabriel Heller, Astronom und Priester. Dieser versucht, den galaktischen Krieg zwischen Gottgeschaffenen und Maschinenkulturen zu verstehen – und die Erde in der neu entdeckten Heimat des Sternenmeers sicher zu positionieren.
Die Aussicht auf eine solche Partnerschaft gestattet kühne Träume: die Entseuchung der Atomwüste von Indopakistan, unbegrenzte Energie- und Nahrungsproduktion, ein riesiger Sprung vorwärts für die Naturwissenschaften. Aber all das verblasst gegen den Durchbruch in der Theologie – denn alle Kulturen der Galaxis kennen die Offenbarung des erschaffenden, des mitteilenden und des umfassenden Prinzips.Diese Botschaft erschüttert Glaubensgemeinschaften, Staaten und Gesellschaften aller Art. Kampflos werden die Technokraten ihren Einfluss nicht aufgeben. Doch die größte Gefahr droht von außerhalb der Erde.
Ausgerechnet die Technokratin Irina Grohn wird unverzichtbar, um an der Seite des Paters die Menschheit zu retten …
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © Robert Corvus | Gottes Ebenbilder: Der Botschafter – Robert Corvus
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- First Contact
- Clash of Cultures
- Social Fiction
- Hive Mind
- Aliens
- Sense of Wonder
- Science vs. Religion
- Political Intrigue
- Ideological Conflict
- Cultural Exchange
- Multiple POVs
Meine Meinung zu „Gottes Ebenbilder: Der Botschafter“
„Gottes Ebenbilder: Der Botschafter“ von Robert Corvus ist der zweite und abschließende Teil seiner High-Concept-Science-Fiction-Dilogie „Gottes Ebenbilder“. Die Geschichte wurde als eBook in zwei Bände aufgeteilt, während die angekündigte Printausgabe beide Teile als Gesamtausgabe mit zusätzlichen Illustrationen enthalten wird.
(Spoilerwarnung: Da es sich um den zweiten Band handelt, können Inhalte und Entwicklungen aus dem ersten Band erwähnt werden!)
Mit „Gottes Ebenbilder: Der Erwählte“ hat Robert Corvus den Grundstein für eine ungewöhnliche Science-Fiction-Geschichte gelegt, in der Wissenschaft, Religion, Politik und die Frage nach unserem Platz im Universum eng miteinander verbunden sind. Während mich der erste Band vor allem durch seine Ideen und die vielen gesellschaftlichen und philosophischen Überlegungen beschäftigt hat, konnte mich „Der Botschafter“ nun auch mit seiner Handlung überzeugen. Und rückblickend muss ich sagen, dass mir der zweite Teil sogar um einiges besser gefallen hat.
Wer meine Rezension zu „Der Erwählte“ gelesen hat, weiß, dass ich es mit dem Einstieg in diese Geschichte nicht ganz leicht hatte. Robert Corvus nimmt sich im ersten Band viel Zeit, um seine Zukunftsvision des Jahres 2072 vorzustellen. Politische Machtverhältnisse, technologische Entwicklungen, religiöse Fragen und wissenschaftliche Zusammenhänge spielen dabei eine große Rolle. Das war durchaus interessant, aber manchmal auch ziemlich viel auf einmal. Ich musste mich erst einmal in diese Welt hineindenken.
Trotzdem hatte mich die Geschichte neugierig gemacht. Vor allem wollte ich wissen, wie es mit dem angekündigten Erstkontakt weitergehen würde. Schließlich hatte ich die ganze Zeit darauf gewartet, den Außerirdischen endlich wirklich zu begegnen und mehr über sie zu erfahren.
Und genau das bekomme ich nun in „Der Botschafter“.
Die Geschichte setzt dort an, wo der erste Band aufgehört hat. Die Menschheit steht vor einer Situation, auf die sie trotz aller wissenschaftlichen Fortschritte nicht vorbereitet ist. Die Aussicht auf eine Begegnung mit außerirdischem Leben hat bereits politische und religiöse Spannungen ausgelöst. Unterschiedliche Gruppierungen verfolgen ihre eigenen Interessen, Machtverhältnisse geraten ins Wanken und längst nicht jeder betrachtet die Ankunft der Fremden als etwas Positives.
Während sich die Ereignisse auf der Erde zuspitzen, müssen Gabriel Heller, Astronom und Jesuitenpater, und seine Mitstreiter herausfinden, wie eine Verständigung mit Wesen gelingen kann, deren Denken und Zusammenleben sich grundlegend von dem der Menschen unterscheiden. Gleichzeitig stellt sich immer dringlicher die Frage, welche Folgen dieser Kontakt für die Zukunft der Menschheit haben wird.
Was mir an „Der Botschafter“ besonders gefallen hat, ist die Darstellung der Außerirdischen. Die Lessass sind keine Wesen, die sich lediglich äußerlich von den Menschen unterscheiden. Robert Corvus hat hier eine Spezies erschaffen, deren gesamte Lebensweise, Kommunikation und Denkweise auf anderen Grundlagen beruht als unsere eigene.
Die Lessass verfügen über ein ausgeprägtes Kollektivbewusstsein. Während wir Menschen uns als eigenständige Individuen betrachten, funktioniert das Zusammenleben der Lessass vollkommen anders. Ihre Vorstellungen von Persönlichkeit, Kommunikation und dem Wert eines einzelnen Lebens lassen sich nicht ohne Weiteres auf menschliche Maßstäbe übertragen. Für sie ist es selbstverständlich, Gedanken und Erfahrungen auf eine Weise miteinander zu teilen, die für Menschen kaum vorstellbar ist. Das macht die Verständigung entsprechend schwierig. Selbst wenn Worte übersetzt werden können, heißt das noch lange nicht, dass beide Seiten auch verstehen, was der andere eigentlich meint.
Diese Unterschiede fand ich faszinierend. Robert beschreibt nicht nur, wie die Außerirdischen aussehen, sondern beschäftigt sich auch damit, wie sie denken, handeln und ihre Umwelt wahrnehmen. Dabei bleibt vieles zunächst rätselhaft. Man entdeckt diese fremde Kultur gewissermaßen gemeinsam mit den Figuren.
Sehr gut gefallen hat mir auch, wie sich der Umgang miteinander entwickelt. Anfangs stehen vor allem Unsicherheit, Misstrauen und die Angst vor dem Unbekannten im Vordergrund. Niemand weiß so recht, was von diesen fremden Wesen zu erwarten ist. Doch nach und nach lernen sich beide Seiten besser kennen, entdecken Gemeinsamkeiten und beginnen, die Unterschiede nicht nur wahrzunehmen, sondern auch zu akzeptieren.
Die Lessass verlieren dabei keineswegs ihre Fremdartigkeit. Vielmehr lernen die Menschen, dass ein anderes Verständnis von Leben und Gemeinschaft nicht zwangsläufig falsch sein muss. Gleichzeitig verändert der Kontakt mit den Menschen auch die Sichtweise der Außerirdischen.
Vor allem Kerreck ist mir dabei ans Herz gewachsen. Seine Entwicklung gehört für mich zu den interessantesten Aspekten des Romans. Durch den Kontakt mit den Menschen lernt er nach und nach eine andere Sicht auf das Leben kennen. Gleichzeitig müssen aber auch die Menschen begreifen, dass ihre eigenen Vorstellungen und Verhaltensweisen keineswegs selbstverständlich oder allgemeingültig sind.
Auch Gabriel Heller hat mir wieder gut gefallen. Seine Verbindung von Wissenschaft und Glauben bleibt ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Er muss seine eigenen Vorstellungen immer wieder hinterfragen und Entscheidungen treffen, für die es keine einfachen Antworten gibt. Was ich an Gabriel mag, ist seine Bereitschaft, sich mit dem Unbekannten auseinanderzusetzen. Er versucht, die Außerirdischen nicht nur als wissenschaftliche Sensation zu betrachten, sondern ihnen auch als eigenständigen Persönlichkeiten zu begegnen. Seine Entwicklung und die Beziehung, die sich daraus ergibt, haben mich stellenweise sogar richtig berührt.
Sehr gerne habe ich auch die Kapitel mit Victoria „Vicki“ Freundlich und Thor Sigmundsson gelesen. Die beiden mochte ich schon im ersten Band und inzwischen sind sie mir wirklich ans Herz gewachsen. Ihre Beziehung ist nicht frei von Schwierigkeiten und gerade das macht sie für mich glaubwürdig. Es gibt Missverständnisse, verletzte Gefühle und Entscheidungen, die nicht immer leicht nachzuvollziehen sind.
Thor sorgt mit seiner lockeren Art und seinen Sprüchen immer wieder für etwas Leichtigkeit. Gleichzeitig zeigt sich im zweiten Band, dass hinter seinem Verhalten mehr steckt, als man zunächst vermuten würde.
Auch Vicki bleibt sich in vielerlei Hinsicht treu. Sie ist empathisch, verantwortungsbewusst und versucht, selbst in schwierigen Situationen das Richtige zu tun. Dabei muss sie allerdings feststellen, dass Gefühle und Vertrauen nicht immer so einfach miteinander vereinbar sind.
Die Beziehung zwischen den beiden wird ordentlich auf die Probe gestellt. Manchmal hätte ich die beiden am liebsten geschüttelt. Dann wiederum konnte ich ihre Reaktionen gut verstehen. Ich habe jedenfalls ordentlich mit ihnen mitgefiebert und mich gefreut, dass auch ihre persönliche Geschichte genügend Raum bekommt.
Überhaupt schafft Robert Corvus es, seinen Figuren trotz der vielen politischen, wissenschaftlichen und religiösen Themen eine menschliche Seite zu geben. Sie sind nicht einfach nur Vertreter bestimmter Weltanschauungen, sondern haben eigene Wünsche, Ängste und Schwächen. Natürlich stehen bei manchen Figuren ihre gesellschaftlichen Funktionen stärker im Vordergrund als ihre persönliche Entwicklung. Bei der Vielzahl an Charakteren lässt sich das vermutlich auch kaum vermeiden.
Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass die eigentliche Handlung hinter den vielen Überlegungen völlig verschwindet.
Während der erste Band für mein Empfinden noch sehr stark vom Weltenaufbau und den Erklärungen geprägt war, wird „Der Botschafter“ zunehmend spannender. Die Konflikte verschärfen sich, unterschiedliche Interessen prallen aufeinander und Entscheidungen haben Folgen, die nicht immer vorhersehbar sind.
Im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse regelrecht. Ständig passiert etwas Neues, die verschiedenen Handlungsstränge spitzen sich zu und ich wollte unbedingt wissen, wie Robert das alles am Ende zusammenführen würde.
Die Zukunftswelt des Jahres 2072 fand ich auch diesmal sehr durchdacht. Vieles ist uns aus der Gegenwart noch vertraut, anderes hat sich durch technische und gesellschaftliche Entwicklungen verändert. Europa existiert weiterhin als Union, politische Bewegungen haben sich verändert und wissenschaftliche Erkenntnisse beeinflussen zunehmend das gesellschaftliche Zusammenleben.
Vor allem die Technokratie ist ein spannender Bestandteil dieser Welt. Der Gedanke, menschliches Handeln möglichst konsequent an wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten, klingt zunächst durchaus vernünftig. Doch was passiert, wenn daraus eine Ideologie entsteht, die andere Überzeugungen nicht mehr gelten lässt?
Solche Entwicklungen wirken in Roberts Zukunft nicht völlig aus der Luft gegriffen. Vielmehr hat er gesellschaftliche Tendenzen weitergedacht und daraus eine Welt geschaffen, die trotz ihrer technischen Möglichkeiten noch immer von Machtstreben, unterschiedlichen Interessen und menschlichen Schwächen geprägt ist.
Mit dem tatsächlichen Erstkontakt erweitert sich diese Welt allerdings noch einmal erheblich. Plötzlich geht es nicht mehr nur um die Zukunft der Menschheit auf der Erde, sondern um ihren Platz in einer Galaxis, in der ganz unterschiedliche Lebensformen und Zivilisationen existieren.
Was mir ebenfalls gefällt, ist Roberts Umgang mit Religion und Wissenschaft. Beides steht in dieser Geschichte nicht zwangsläufig im Widerspruch zueinander. Stattdessen beschäftigt er sich mit der Frage, wie sich religiöse Vorstellungen verändern könnten, wenn die Menschheit tatsächlich auf intelligentes Leben außerhalb der Erde trifft.
Robert Corvus lässt unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen und gibt seinen Figuren Raum, sich damit auseinanderzusetzen. Ich fand diese Überlegungen durchaus spannend, auch wenn ich persönlich nicht mit jeder wissenschaftlichen oder theologischen Einzelheit etwas anfangen konnte.
Sprachlich bleibt Robert seinem Stil treu. Er schreibt klar, stellenweise recht sachlich und erklärt auch komplexere Zusammenhänge so, dass man ihnen mit etwas Aufmerksamkeit gut folgen kann. Gleichzeitig versteht er es, gerade die fremde Kultur und ihre Besonderheiten anschaulich zu beschreiben. Ich konnte mir die Lessass und ihre ungewöhnliche Art der Verständigung jedenfalls gut vorstellen.
Dazu kommen immer wieder Dialoge, bei denen ich schmunzeln musste. Kleine Schlagabtausche, trockene Bemerkungen oder schlagfertige Antworten lockern die Geschichte auf. Selbst in angespannten Situationen findet sich gelegentlich ein Spruch, der für einen Moment etwas Leichtigkeit hineinbringt, ohne dass die Ernsthaftigkeit der Ereignisse darunter leidet.
Erzählt wird die Geschichte weiterhin aus verschiedenen Perspektiven. Dabei greifen die einzelnen Handlungsstränge immer stärker ineinander. Was zunächst noch wie voneinander unabhängige Entwicklungen erscheint, bekommt zunehmend einen Zusammenhang. Das sorgt für Abwechslung und lässt die Geschichte insgesamt wesentlich lebendiger wirken.
Auch das Erzähltempo hat mir diesmal deutlich besser gefallen. Natürlich gibt es weiterhin ruhigere Abschnitte, in denen politische Entwicklungen, wissenschaftliche Hintergründe oder philosophische Gedanken ausführlicher behandelt werden. Aber ich hatte nicht mehr das Gefühl, ständig auf den nächsten großen Handlungsschritt warten zu müssen. Es passiert einfach wesentlich mehr, und die Spannung steigert sich im Verlauf des Romans spürbar.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich allerdings das Ende.
So sehr mir die Entwicklung der Geschichte und insbesondere die Annäherung zwischen Menschen und Außerirdischen gefallen hat, so ging mir manches gegen Ende doch etwas zu schnell und reibungslos vonstatten.
Nach all den Konflikten, den unterschiedlichen Interessen und den teilweise tief verwurzelten Überzeugungen hätte ich mit etwas mehr Widerstand gerechnet. Auch die zunehmend positive, beinahe harmonische Entwicklung erschien mir stellenweise ein wenig zu glatt.
Wobei ich da selbst etwas zwiegespalten bin. Einerseits passt diese hoffnungsvolle Richtung durchaus zur Geschichte und nach allem, was die Figuren durchgemacht haben, konnte ich mich über manche Entwicklung wirklich freuen. Andererseits hätte ich mir an einigen Stellen einfach noch etwas mehr Zeit gewünscht, damit die Veränderungen nicht ganz so selbstverständlich wirken.
Das hat meinen insgesamt sehr positiven Eindruck allerdings kaum geschmälert.
Rückblickend muss ich sogar sagen, dass ich den ersten Band inzwischen etwas anders betrachte. Vieles, was mir dort noch recht ausführlich erklärt wurde und stellenweise etwas langatmig erschien, hat in der Fortsetzung seinen Platz gefunden. Ohne diesen Aufbau hätten die späteren Ereignisse vermutlich nicht dieselbe Wirkung entfalten können.
Trotzdem bleibt „Der Botschafter“ für mich ganz klar der stärkere Band. Hier kommt endlich das zusammen, worauf ich in „Der Erwählte“ so lange gewartet habe: die Begegnung mit den Außerirdischen, das Kennenlernen ihrer fremden Kultur, die Weiterentwicklung der Figuren und eine Handlung, die gerade zum Ende hin richtig spannend wird.
Und obwohl Science-Fiction normalerweise nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist, hat mich Robert Corvus mit dieser Geschichte schließlich doch sehr gut unterhalten können.
Fazit:
„Gottes Ebenbilder: Der Botschafter“ von Robert Corvus ist für mich ein gelungener Abschluss einer anspruchsvollen Science-Fiction-Dilogie, der nicht nur von fremden Welten und außerirdischen Zivilisationen erzählt, sondern auch von menschlichen Schwächen, unterschiedlichen Überzeugungen, Vertrauen und der Bereitschaft, andere Sichtweisen zu akzeptieren. Während der erste Band vor allem die Grundlagen für seine komplexe Zukunftswelt geschaffen hat und mich stellenweise einiges an Geduld gekostet hat, konnte der zweite Band mit einer deutlich spannenderen Handlung punkten.
Wer Science Fiction gerne mit großen Ideen, ungewöhnlichen Fragestellungen und gesellschaftlichen Themen liest, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall einmal genauer ansehen.
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
Ich würde „Gottes Ebenbilder: Der Botschafter“ von Robert Corvus Leser*innen ab 16 Jahren empfehlen, die anspruchsvollere Science Fiction mögen und sich gerne mit religiösen, politischen, wissenschaftlichen und philosophischen Fragestellungen beschäftigen. Auch wenn die Fortsetzung deutlich spannender und handlungsreicher ausfällt als der erste Band, stehen weiterhin die gesellschaftlichen Konflikte, unterschiedlichen Weltanschauungen und die Herausforderungen eines Erstkontakts im Mittelpunkt. Hinzu kommen einige bedrohliche und gewaltsame Entwicklungen, weshalb ich die Altersempfehlung ab 16 Jahren für angemessen halte.
Gleichzeitig richtet sich der Roman an Leser*innen, die ungewöhnliche außerirdische Lebensformen, vielschichtige Figuren und unterschiedliche Erzählperspektiven schätzen. Gerade die Begegnung mit den Lessass und ihrer vollkommen fremden Denk- und Lebensweise macht für mich einen großen Reiz dieser Fortsetzung aus. Wer sich gerne mit Fragen rund um Bewusstsein, Individualität, Glauben und dem Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen auseinandersetzt, dürfte hier einiges zu entdecken haben. Auch Fans von High-Concept Science Fiction, First Contact, Clash of Cultures und Sense of Wonder kommen auf ihre Kosten. Allerdings würde ich empfehlen, unbedingt mit „Der Erwählte“ zu beginnen, da die beiden Bände unmittelbar aufeinander aufbauen.
Autor*in
Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Niedersachsen. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Als Bernard Craw veröffentlichte er zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und »Battletech« sowie einen apokalyptischen Vampirthriller. Als Robert Corvus etablierte er sich mit der Trilogie »Die Schattenherren« in der Grim & Gritty Fantasy, schreibt neben Einzeltiteln und Trilogien Fantasy bei »Die Vagabunden«, Science-Fiction bei »Perry Rhodan« und adaptierte gemeinsam mit Bernhard Hennen die »Phileasson-Saga«.
(Quelle + Infos: https://www.amazon.de/stores/author/B00AWO5S9C/about)
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Ich hoffe, meine Rezension hat dir gefallen und dich neugierig gemacht.
Wie sieht es bei dir aus? Würdest du dich über einen Erstkontakt mit einer außerirdischen Zivilisation freuen oder wäre dir der Gedanke, auf völlig fremde Lebensformen zu treffen, eher unheimlich? Und hast du die „Gottes Ebenbilder“-Dilogie vielleicht sogar schon gelesen?
Verrate es mir gerne in den Kommentaren – ich bin gespannt auf deine Meinung.
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