Transparenz:
„Stolen Midnights“ von Katherine Quinn, erschienen bei cbt Verlag, ist ein Rezensionsexemplar, das mir vom Verlag als Paperback kostenlos für Rezensionszwecke zur Verfügung gestellt wurde. Die kostenlose Bereitstellung des Buches hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst. Meine Rezension spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindrücke wider. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.
Über das Buch

Autor*in: Katherine Quinn
deutscher Titel: Stolen Midnights
Originaltitel: Stolen Midnights
Reihe | Band: Stolen Midnights #1
Verlag: cbt Verlag (16. April 2026)
Seitenzahl: 480 Seiten | Paperback
ISBN: 978-3570317761
Genre: Romantasy
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Umschlaggestaltung: Carolin Lipiens, München
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Kerstin Fricke
Worum geht es im Buch?
Als Damien, ein abgebrühter Dieb, angeheuert wird, um ein magisches Geschenk der drei mächtigen Schicksalsgöttinnen zu stehlen, weiß er noch nicht, dass dieser Diebstahl sein Leben für immer verändern wird. Denn in dem Medaillon, das für Wren Hayes, die Favoritin des Reiches Andalay, bestimmt ist, befindet sich zu seinem Entsetzen ein Foto von ihm selbst. Doch bevor er sich seinen nächsten Schritt überlegen kann, wird Damien selbst bestohlen und muss sich ausgerechnet mit Wren zusammentun, um das Medaillon zurückzuholen. Während Wren und Damien versuchen, dem verschwundenen Schmuckstück auf die Spur zu kommen, müssen sie nicht nur gegen die wachsende Anziehungskraft zwischen sich ankämpfen, sondern finden sich auch bald schon in einer tödlichen Welt voller Lügen wieder …
Magische Geschenke, verbotene Gefühle und düstere Geheimnisse – diese Romantasy wird die Herzen ihrer Leser*innen höherschlagen lassen! Mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt in limitierter Erstauflage!
Coverabbildung und Inhaltsangabe: © cbt Verlage | Stolen Midnights – Katherine Quinn
Tropes
Tropes – diese Story-Elemente erwarten dich:
- Grumpy x Sunshine
- Slow Burn Romance
- Opposites Attract
- Forced Alliance
- Forbidden Romance
- Hidden Secrets
- Magical Artifacts
- Chosen One
- Society of Haves and Have-Nots
Spice-Level
Spice-Level: (basierend auf meiner eigenen Meinung)

Bei „Stolen Midnights“ steht die romantische Entwicklung klar im Vordergrund, während explizite Szenen keine große Rolle spielen. Die Anziehung zwischen Wren und Damien entwickelt sich langsam und wird vor allem durch ihre Wortgefechte, gemeinsame Erlebnisse und die zunehmende Nähe der beiden getragen.
Wer Romantasy mit viel Gefühl, Spannung und einer eher dezenten Liebesgeschichte sucht, ist hier genau richtig.
Meine Meinung zu „Stolen Midnights“
„Stolen Midnights“ von Katherine Quinn ist ein Romantasy-Roman und gleichzeitig der Auftakt der „Stolen-Midnights-Reihe“. Schon der Klappentext hat mich unglaublich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ein abgebrühter Dieb, ein magisches Medaillon, drei mächtige Schicksalsgöttinnen und dann auch noch ein Foto des Diebes in genau diesem Medaillon? Dazu verbotene Gefühle und düstere Geheimnisse. Besonders die Idee rund um die magischen Geschenke der Schicksalsgöttinnen fand ich von Anfang an spannend und ich war neugierig, was es mit diesem geheimnisvollen Medaillon auf sich hat.
Die Geschichte führt uns nach Aurilia, in eine Welt, in der die drei Schicksalsgöttinnen eine ganz besondere Macht besitzen. Zum 18. Geburtstag erhalten Menschen, die sich als würdig erweisen und in der Gunst der Göttinnen stehen, einen magischen Gegenstand. Diese Geschenke sind nicht nur besondere Erinnerungsstücke, sondern besitzen ganz unterschiedliche Fähigkeiten und können das Leben ihrer Besitzer nachhaltig verändern. Dadurch bestimmt die Magie in dieser Welt auch zu einem gewissen Teil den gesellschaftlichen Stellenwert eines Menschen.
Im Mittelpunkt steht Wren Hayes, die aus einer wohlhabenden und angesehenen Familie stammt. Auch sie wartet sehnsüchtig auf ihren 18. Geburtstag und auf das magische Geschenk, das ihr von den Schicksalsgöttinnen zugedacht ist. Doch ausgerechnet Wren geht leer aus. Während sie versucht, mit dieser Enttäuschung und den Erwartungen ihrer Familie umzugehen, ist Damien bereits auf einem ganz anderen Weg unterwegs.
Damien ist ein Dieb und lebt in den ärmeren Teilen der Stadt. Er hat gelernt, sich allein durchzuschlagen und niemandem zu vertrauen. Als er den Auftrag erhält, Wrens magisches Geschenk zu stehlen, scheint das zunächst nach einem einfachen Auftrag. Doch als Damien das Medaillon öffnet, entdeckt er darin etwas, das ihn vollkommen aus der Bahn wirft: ein Foto von sich selbst.
Und damit beginnt eigentlich erst die Geschichte.
Denn bevor Damien überhaupt herausfinden kann, was es mit diesem Foto auf sich hat, wird ihm das Medaillon selbst gestohlen. Ausgerechnet Wren und Damien müssen sich nun zusammentun, um den verschwundenen Gegenstand wiederzufinden. Während ihrer Suche kommen die beiden nicht nur einander näher, sondern stoßen auch auf Geheimnisse, die wesentlich größer sind, als sie zunächst ahnen.
Genau diese Ausgangssituation hat mir richtig gut gefallen. Ich mag es, wenn eine Geschichte bereits mit einem Rätsel beginnt, bei dem man als Leser*in sofort wissen möchte, was dahintersteckt. Warum befindet sich ein Bild von Damien in einem Medaillon, das für Wren bestimmt ist? Warum wurde ausgerechnet sie von den Schicksalsgöttinnen ausgewählt – oder eben nicht ausgewählt? Und wer steckt eigentlich hinter all den Geheimnissen?
Katherine Quinn lässt dabei nicht sofort alle Karten auf den Tisch fallen. Stattdessen kommen nach und nach neue Hinweise hinzu und immer wieder gibt es kleine Wendungen, die mich zum Weiterdenken gebracht haben. Einige Zusammenhänge konnte ich zwar irgendwann erahnen, andere Entwicklungen haben mich dagegen tatsächlich überrascht.
Am meisten überzeugen konnten mich dabei Wren und Damien.
Wren ist für mich eine Figur, die sich im Laufe der Geschichte deutlich verändert. Am Anfang hatte ich mit ihr noch ein wenig meine Schwierigkeiten. Sie wirkt zunächst ziemlich privilegiert und stellenweise auch etwas naiv. Gleichzeitig merkt man aber schnell, dass sie nicht einfach nur die verwöhnte junge Frau ist, als die sie vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Je mehr sie über ihre eigene Welt und die Menschen um sie herum erfährt, desto mehr beginnt sie, Dinge zu hinterfragen.
Ich mochte es sehr, ihre Entwicklung mitzuerleben. Wren lernt, sich nicht mehr nur über ihre Herkunft oder die Erwartungen anderer zu definieren. Sie wird selbstständiger, stellt sich ihren Ängsten und beginnt, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Gerade diese Entwicklung hat dafür gesorgt, dass sie mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer geworden ist.
Damien dagegen hatte bei mir deutlich schneller einen Stein im Brett. Er ist verschlossen, grummelig und macht es anderen nicht gerade leicht, ihm näherzukommen. Als Dieb hat er gelernt, vorsichtig zu sein und niemandem zu vertrauen. Hinter seiner rauen Art steckt jedoch deutlich mehr, als er zunächst zeigen möchte. Seine Vergangenheit wird nach und nach näher beleuchtet und dadurch konnte ich viele seiner Reaktionen besser verstehen.
Vor allem die Dynamik zwischen den beiden hat mir sehr gefallen. Wren und Damien stammen aus völlig unterschiedlichen Welten und könnten auf den ersten Blick kaum weniger zusammenpassen. Entsprechend häufig geraten sie aneinander. Ihre Wortgefechte und kleinen Auseinandersetzungen haben mir dabei einige Male ein Schmunzeln entlockt.
Gleichzeitig entwickelt sich zwischen ihnen langsam eine Anziehung, die beide zunächst lieber ignorieren würden. Das Grumpy-x-Sunshine-Element funktioniert hier für mich richtig gut. Die Liebesgeschichte nimmt nicht sofort die gesamte Handlung ein, sondern entwickelt sich eher langsam. Dadurch bleibt genügend Raum für das eigentliche Geheimnis rund um das Medaillon und die Schicksalsgöttinnen.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Wren und Damien. Diese beiden Perspektiven haben mir gut gefallen, weil man dadurch einen sehr unterschiedlichen Einblick in ihre beiden Leben bekommt. Während man Wren bei ihrer Entwicklung begleitet und ihre Zweifel und Unsicherheiten miterlebt, bekommt man durch Damien einen Blick auf die andere Seite dieser Gesellschaft. Gerade seine Vergangenheit und seine Gedanken haben für mich einiges dazu beigetragen, ihn besser zu verstehen.
Auch die Welt selbst fand ich interessant. Die Verbindung zwischen Magie und gesellschaftlichem Status hat mir sehr gut gefallen. Die magischen Geschenke sind nicht einfach nur ein nettes Fantasy-Element, sondern haben Einfluss darauf, wie Menschen wahrgenommen werden. Wer eine besondere Gabe erhält, besitzt dadurch einen gewissen Stellenwert. Wer leer ausgeht, muss dagegen mit den Konsequenzen leben.
Das Magiesystem funktioniert dabei über die Gegenstände, die von den drei Schicksalsgöttinnen vergeben werden. Jeder magische Gegenstand besitzt seine eigenen Fähigkeiten. Dass die Magie an diese Gegenstände gebunden ist und jeder von ihnen eine eigene Fähigkeit besitzt, fand ich dabei eine schöne Idee. Gleichzeitig bleiben die Schicksalsgöttinnen selbst geheimnisvoll und man bekommt im ersten Band noch nicht auf alles eine Antwort.
Überhaupt hat mir die Mischung aus Fantasy, Romantik, Geheimnissen und gesellschaftlichen Themen gut gefallen. Die Geschichte spielt ein wenig mit der Frage, wie viel Macht einzelne Menschen besitzen sollten und was passiert, wenn diese Macht in den falschen Händen liegt. Auch die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten werden immer wieder deutlich. Wren und Damien erleben dieselbe Welt aus zwei völlig unterschiedlichen Perspektiven und genau dieser Gegensatz funktioniert für die Geschichte sehr gut.
Der Schreibstil von Katherine Quinn ist flüssig und angenehm zu lesen. Gleichzeitig besitzt die Geschichte eine leicht märchenhafte Atmosphäre, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Es gibt viele Geheimnisse und eine gewisse Dunkelheit, die sich durch die Handlung zieht. Dabei bleibt der Schreibstil aber leicht zugänglich und wird nicht unnötig kompliziert.
Das Erzähltempo ist allerdings ein wenig schwankend. Gerade im Mittelteil gab es für mich einige Stellen, an denen sich die Handlung etwas gezogen hat. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Tempo gewünscht. Es passiert zwar immer wieder etwas, aber nicht jede Szene hat für mich die gleiche Spannung entwickelt.
Auch mit Wren hatte ich, wie bereits erwähnt, nicht immer leichtes Spiel. Manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen und an einigen Stellen war sie mir einfach etwas zu leichtgläubig. Das hat meinen Lesefluss hin und wieder ein wenig gebremst.
Dafür nimmt die Geschichte zum Ende hin noch einmal deutlich an Fahrt auf.
Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht und einige Wendungen haben mich tatsächlich überrascht. Plötzlich ergeben verschiedene Kleinigkeiten, die vorher vielleicht gar nicht so wichtig wirkten, einen größeren Zusammenhang.
Und dann endet das Buch plötzlich mit einem echt fiesen Cliffhanger.
Fazit:
„Stolen Midnights“ von Katherine Quinn ist ein gelungener Romantasy-Auftakt mit einer interessanten Welt, einem ungewöhnlichen Magiesystem, gut ausgearbeiteten Charakteren und einer Slow-Burn-Romanze. Trotz einiger Längen im Mittelteil konnte mich die Geschichte gut unterhalten. Das Ende macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.
Meine Bewertung


Altersempfehlung und Zielgruppe
„Stolen Midnights“ von Katherine Quinn richtet sich vor allem an Leser*innen, die Romantasy mit einer langsam entstehenden Liebesgeschichte, Magie und einer guten Portion Geheimnisse mögen. Aufgrund der eher zurückhaltenden romantischen Szenen und des geringen Spice-Anteils würde ich das Buch ab etwa 14 Jahren empfehlen.
Wer Geschichten mit Grumpy x Sunshine, unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründen, magischen Gegenständen und einer Prise Mystery mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Durch die eher zurückhaltend erzählte Liebesgeschichte steht die Fantasyhandlung weiterhin im Mittelpunkt.
Autor*in
Katherine Quinn ist Romantasy-Autorin und Dichterin. Sie hat einen Abschluss in Psychologie von der University of Central Florida und lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Houston, Texas. Kaffee ist ihre große Liebe, und sie glaubt daran, dass man mit Starbucks und schwarzem Humor alle Probleme lösen kann.
(Quelle + Infos: https://www.penguin.de/autoren/katherine-quinn/766089)
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