Transparenz:
Dieser Beitrag entstand freiwillig und aus persönlichem Interesse im Rahmen eines Interviews mit Fantasyautor Bernhard Hennen, der am 13. August 2026 als Gast der Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ von Robert Corvus zu erleben ist.
Als Kulturpartnerin unterstütze ich die von Robert Corvus organisierte Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ und möchte mit diesem Interview sowohl Bernhard Hennen näher vorstellen als auch auf die Veranstaltung aufmerksam machen.
Der Beitrag ist weder bezahlt noch gesponsert, wird jedoch vorsorglich als Werbung beziehungsweise Kooperation gekennzeichnet, da er potenziell das Interesse an Bernhard Hennen, seinen Werken sowie an der Lesungsreihe wecken oder den Besuch der Veranstaltung fördern könnte. Meine persönliche Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Literatur im Lindenwirt 2026
Fantasyautor Bernhard Hennen zu Gast bei Robert Corvus
Nach den bisherigen Lesungen mit Robert Corvus, Harald Keller und Michael Marcus Thurner geht die Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ am 13. August 2026 mit einem weiteren besonderen Gast weiter: Bernhard Hennen.
Der vielfach ausgezeichnete Fantasyautor begeistert seine Leserinnen und Leser seit vielen Jahren mit außergewöhnlichen Welten, eindrucksvollen Figuren und spannenden Geschichten. Bei seinem Besuch im Lindenwirt nimmt er sein Publikum mit in die faszinierende Welt der „Chroniken von Azuhr“ und lädt zu einer literarischen Reise voller Magie, Abenteuer und geheimnisvoller Schauplätze ein.
Bernhard Hennen und Robert Corvus verbindet dabei nicht nur die Leidenschaft für fantastische Literatur. Beide kennen sich bereits seit vielen Jahren und haben unter anderem gemeinsam an der „Phileasson-Saga“ gearbeitet.
Auch ich kenne Bernhard inzwischen seit einigen Jahren persönlich. Kennengelernt haben wir uns auf dem BuCon, wo sich unsere Wege seit vielen Jahren regelmäßig auf Messen und Veranstaltungen rund um die fantastische Literatur kreuzen. Umso mehr freue ich mich, ihn im Rahmen meiner Tätigkeit als Kulturpartnerin von „Literatur im Lindenwirt“ auch auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.
Im Interview sprechen wir unter anderem über seine Begeisterung für das Fantasy-Genre, die Entstehung der „Chroniken von Azuhr“, das Erschaffen neuer Welten, seine Zusammenarbeit mit Robert Corvus sowie natürlich über seine Vorfreude auf den literarischen Abend im Lindenwirt.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen!

Literatur im Lindenwirt 2026
Fantasyautor Bernhard Hennen zu Gast bei Robert Corvus
Viele Leserinnen und Leser kennen dich bereits durch deine Fantasy-Romane. Wie würdest du dich dennoch jemandem vorstellen, der dich und deine Bücher noch nicht kennt?
Ein Autor, dem es darum geht, fesselnde und glaubwürdige Geschichten zu schreiben. Das heißt, in der Phantastik bin ich ein Vertreter des fantastischen Realismus, der großen Wert auf gut durchdachte Welten legt.
Erinnerst du dich noch daran, wann dir klar wurde, dass du selbst Geschichten erzählen möchtest?
Es gibt keinen konkreten Zeitpunkt, an dem ich den Beschluss gefasst habe, ein Geschichtenerzähler zu werden. Ich glaube es lag mir immer schon im Blut. Aus meiner Grundschulzeit gibt es die Anekdote, dass ich meiner Mutter vorlesen sollte, und der Text, den ich lieferte, klang auch ganz passabel, aber als sie dann ins Schulbuch schaute, merkte sie, dass ich fließend und völlig überzeugend, eine frei erfundene Geschichte vorgetragen habe, von der keine Zeile im Buch stand.
Was begeistert dich nach all den Jahren noch immer am Schreiben?
Die Freiheit mich mit jeder Geschichte auf etwas Neues einzulassen. Ich mag es einfach Geschichten zu ersinnen.
Was fasziniert dich bis heute am Fantasy-Genre?
Auch hier ist Freiheit das Schlüsselwort. Die Fantasy ist ein Genre, in dem ich mich der Merkmale aller Genres bedienen kann. Ich kann einen Fantasy-Krimi schreiben (wie bei „Minen der Macht“, zusammen mit Kollegen), ich kann eine Geschichte schreiben, die über weite Strecken wie ein historischer Roman klingt („Azuhr“) oder einen Viehtriebwestern zu einer Fantasy-Geschichte werden lassen („Die Phileasson Saga – Die Wölfin“). Solche Freiheiten erlaubt mir kein anderes Genre.
Was inspiriert dich am meisten, wenn du neue Welten erschaffst?
Ich lasse mich vom aktuellen Tagesgeschehen beeinflussen und schreibe dann auch schon mal über – für die Fantastik – so exotische Themen wie bedingungsloses Grundeinkommen oder asymmetrische Kriegführung („Die Schattenelfen 1 -5“). Sehr gerne bediene ich mich auch an unserer irdischen Geschichte, wenn ich bestimmte Epochen abbilden will. Das umfasst dann auch Namen, Mode, Baustile, Kriegsführung etc.
Bei deiner Lesung im Lindenwirt nimmst du uns mit nach „Azuhr“. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher dort? Was macht „Azuhr“ zu einer Welt, in die man unbedingt eintauchen möchte?
„Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“ macht es Neueinsteigern in die Fantastik besonders leicht. Das Opening klingt, als würde es in einer süditalienischen Stadt in der Renaissance spielen, so dass man sich in die Bilder, die ich mit Worten skizziere, leicht einfindet, denn es handelt sich um vertrautes aus unserer Welt. Auch die Figuren sind leicht zugänglich. Das hat sich bei vielen Lesungen mit einem nicht primär fantasyaffinen Publikum bewährt.
Wie entstand die Idee zu den „Chroniken von Azuhr“?
Hinter den Kulissen der Geschichte geht es im Grunde um Fake News und wie sie die Welt verändern. Das beruht auf persönlichen Erfahrungen mit Shitstorms im Internet und wie schnell die Wahrheit dabei völlig belanglos wird und wie erstaunlich wenig Bereitschaft es gibt, Menschen zuzuhören, die es besser wissen.
Gibt es eine Figur aus Azuhr, die dir besonders ans Herz gewachsen ist?
Neben Milan Tormeno, der Hauptfigur mit zu dominantem Vater, hat es mir vor allem Nok angetan. Irgendwo zwischen Geheimagentin und Verführerin ist sie eine der schillerndsten Figuren in der Trilogie.
Wie viel Planung steckt hinter einer Welt wie Azuhr und wie viel entwickelt sich erst während des Schreibens?
Oft ist es so, dass erste Ideen für ein neues Projekt, schon drei oder vier Jahre, bevor ich mit der eigentlichen Arbeit am Roman beginne, in mir keimen. Und mache dieser Keimlinge wachsen auch niemals zu einer vollendeten Geschichte.
Haben dich deine Figuren schon einmal völlig überrascht oder einen anderen Weg eingeschlagen als ursprünglich geplant?
Das kommt gelegentlich vor. Mein liebster Ausrutscher dieser Art sind die Figuren Volodi und Kolja aus den „Drachenelfen“. Intern habe ich die beiden immer nur die Russen-Mafia genannt. Eigentlich sollten beide am Ende des ersten Bandes des Roman-Zyklus ausscheiden. Aber sie haben hartnäckig alles überlebt und sich am Ende etwa 400 Seiten erschlichen, die ich ursprünglich nicht schreiben wollte. Da die beiden in der Leserschaft sehr beliebt geworden sind, habe ich es im Nachhinein nicht bereut, ihnen so viel zusätzlichen Platz eingeräumt zu haben.
Du erschaffst seit vielen Jahren fantastische Welten. Gibt es dabei heute noch Momente, in denen du selbst beim Schreiben staunst?
Es sind die Momente, in denen man – im positiven Sinne – von der eigenen Geschichte emotional überwältigt wird. Dies sind die großen Augenblicke, in den vielen einsamen Stunden, vor dem Rechner.
Was macht für dich eine wirklich gute Fantasy-Geschichte aus?
Was für mich jedes gute Buch ausmacht. Ich will von der Geschichte aus meiner Welt hinaus in das Buch „gesaugt“ werden, um für die Zeit des Lesens alles andere zu vergessen und ganz bei den Helden und Schurken des Romans sein. Auch wenn der Preis dafür viel zu kurze Nächte vor langen Arbeitstagen sind.
Welche Rolle spielen Mythen, Geschichte oder reale Kulturen bei deinen Büchern?
Sie gehören oft zu den Säulen, auf denen meine Bücher stehen. Ich finde unsere Welt so vielfältig und faszinierend, dass sie unendlich viele Stoffe für meine Bücher liefert.
Du kennst Robert Corvus bereits seit vielen Jahren und ihr habt gemeinsam unter anderem an der „Phileasson-Saga“ gearbeitet. Wie war diese Zusammenarbeit für dich?
Die Basis für eine gute Zusammenarbeit sind Vertrauen und Zuverlässigkeit. Für Robert Corvus gilt, wie für kaum jemand anderen den ich kenne, die Floskel: Ein Mann, ein Wort. Wenn er etwas zusagt, kann ich mich völlig darauf verlassen, dass er es einhalten wird. Das ist eine Grundvoraussetzung für gute Zusammenarbeit und daraus erwuchs über die Jahre auch eine sehr gute Freundschaft. Wir sind uns in vielen Dingen ähnlich, aber auch in ausreichend Punkten verschieden, so dass Gespräche immer spannend bleiben. Und wir beide haben eine Vorliebe dafür Herzensprojekte nicht in Vierzigstundenwochen zwängen zu wollen.
Im Rahmen von „Literatur im Lindenwirt“ bist du am 13. August 2026 zu Gast bei Robert Corvus. Was hat dich an der Einladung gereizt?
Zuallererst war es die Aussicht wieder etwas mit einem alten Freund zu machen. Aber es ist auch immer interessant, vor einem neuen Publikum und nicht „den üblichen Verdächtigen“ aufzutreten. Das gibt die Chance neue Leserinnen und Leser zu gewinnen.
Worauf freust du dich bei der Lesung am meisten?
Auf die Fragen aus dem Publikum. Es sind diese Fragen, die jeden Lesungsabend einzigartig werden lassen und die es erlauben, die Geschichten hinter meinen Geschichten zu erzählen.
Was dürfen die Besucherinnen und Besucher an diesem Abend erwarten?
Einen Autor, der mit ein paar Schwertern im Kofferraum anreist, um allen Neugierigen zu zeigen, wie ich das mit dem „fantastischen Realismus“ meine. Vor über zwanzig Jahren habe ich den Schwertkampf erlernt, bin als Schaukämpfer auf Mittelaltermärkten aufgetreten und gebe auch heute gelegentlich noch Schwertkampfstunden für Anfänger.
Was wünschst du dir von einem Publikum?
Viele Fragen 😊
Woran arbeitest du derzeit? Gibt es neue Buchprojekte, auf die sich deine Leserinnen und Leser schon freuen dürfen?
Neben der historischen Romanreihe „Der Ritter und der Knappe“, die ich gemeinsam mit Sam Feuerbach geschrieben habe und in der es um Barbarossa und den dritten Kreuzzug geht, stecke ich gerade bis über beide Ohren in den Recherchen zu einem Thriller.
Welches Buch aus deinem bisherigen Werk liegt dir heute noch besonders am Herzen? Und warum gerade dieses?
Das ist „Nebenan“, mein einziger humoristischer Roman. Er ist zu erstaunlich hohen Anteilen ein autobiographischer Roman, oft dort, wo er am fantastischsten klingt.
Wenn du für einen Tag in einer deiner eigenen Welten leben könntest – welche würdest du wählen und warum?
Das wäre Azuhr, denn dies ist buchstäblich eine Welt, in der Visionen wahr werden können, wenn man fest genug an sie glaubt und es gelingt andere davon zu überzeugen. Es ist eine Welt, in der alles, was denkbar ist, auch real werden kann.
Was würdest du jemandem sagen, der bisher noch keine Fantasy gelesen hat und mit einem deiner Bücher in die Fantasy einsteigen möchte?
Wer nah an unserer Welt in die Thematik der Fantastik eingeführt werden will, ist mit „Nebenan“ gut bedient. Wer etwas experimentierfreudiger ist, kann es auch mit „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“ oder „Die Elfen“ versuchen.
Was hoffst du, dass die Besucherinnen und Besucher nach deinem Abend bei „Literatur im Lindenwirt“ mit nach Hause nehmen?
Die Erinnerung an einen schönen Abend, an dem zwei Autoren sie zum Grübeln und Lachen gebracht haben.
Bernhard Hennen begeistert seit vielen Jahren mit Fantasy Welten, die unzählige Leserinnen und Leser in ihren Bann ziehen. Besonders faszinierend finde ich, mit wie viel Liebe zum Detail er seine Welten erschafft und sie mit glaubwürdigen Figuren und spannenden Geschichten zum Leben erweckt.
Ich freue mich sehr, dass er sich die Zeit für dieses Interview genommen hat und uns bereits vor seiner Lesung spannende Einblicke in seine Arbeit, seine Inspirationen und natürlich auch in die Welt der „Chroniken von Azuhr“ gibt.
Wenn ihr nun neugierig auf Bernhard Hennen geworden seid oder Lust auf einen besonderen Fantasyabend in gemütlicher Atmosphäre bekommen habt, findet ihr alle wichtigen Informationen zur Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ auf der Website von Robert Corvus. Dort findet ihr die aktuellen Termine, Informationen zu den jeweiligen Gästen sowie Hinweise zu Tickets, Anfahrt und Übernachtungsmöglichkeiten.
Bitte informiert euch vor eurem Besuch noch einmal über den aktuellen Stand, da Änderungen jederzeit möglich sind.
Ich selbst freue mich jedenfalls schon sehr auf den Abend und werde dieses Mal wieder live bei der Lesung dabei sein.
Vielleicht sieht man sich ja vor Ort!
Über den Autor

Bildnachweis: © Stephan Sasse
Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde. Als Journalist bereiste er den Orient und Mittelamerika, bevor er sich ganz dem Schreiben fantastischer Romane widmete. Mit seiner Elfen-Saga stürmte er alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Hennen lebt mit seiner Familie in Krefeld.
(Quelle + Infos: https://www.amazon.de/stores/author/B004N2ZWV8/about)
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