Transparenz:
Dieser Beitrag entstand freiwillig und aus persönlichem Interesse im Rahmen eines Interviews mit Autor Michael Marcus Thurner, der am 9. Juli 2026 als Gast der Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ von Robert Corvus zu erleben ist.
Als Kulturpartnerin unterstütze ich die von Robert Corvus organisierte Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ und möchte mit diesem Interview sowohl Michael Marcus Thurner näher vorstellen als auch auf die Veranstaltung aufmerksam machen.
Der Beitrag ist weder bezahlt noch gesponsert, wird jedoch vorsorglich als Werbung beziehungsweise Kooperation gekennzeichnet, da er potenziell das Interesse an Michael Marcus Thurner, seinen Reiseberichten und phantastischen Werken sowie an der Lesungsreihe wecken oder den Besuch der Veranstaltung fördern könnte. Meine persönliche Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Literatur im Lindenwirt 2026
Reiseabenteurer Michael Marcus Thurner zu Gast bei Robert Corvus
Nach dem gelungenen Auftakt der Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ und dem Besuch von Krimiautor Harald Keller geht es am 9. Juli 2026 mit einem weiteren besonderen Gast weiter: Michael Marcus Thurner.
Der österreichische Autor nimmt seine Leserinnen und Leser gleich auf zwei ganz unterschiedliche Reisen mit. Einerseits erkundet er auf seinem Motorrad Europa und verarbeitet seine Erlebnisse in seinem mehrbändigen Reiseprojekt „Alte Eisen auf Reisen“, andererseits entführt er sein Publikum seit vielen Jahren mit Science Fiction und Fantasy in faszinierende fremde Welten.
Auch im Lindenwirt wird beides seinen Platz finden: Neben seinen Reiseabenteuern stellt Michael Marcus Thurner mit Turil, dem interstellaren Totengräber, eine außergewöhnliche Figur aus seinem phantastischen Schaffen vor.
Auch wenn ich bei dieser Lesung leider nicht persönlich dabei sein kann, möchte ich die Veranstaltungsreihe als Kulturpartnerin weiterhin gerne unterstützen. Deshalb habe ich Michael Marcus Thurner vorab einige Fragen gestellt.
Im Interview erzählt er unter anderem von seiner Leidenschaft fürs Reisen, seiner Liebe zum Schreiben, den Geschichten hinter seinen Motorradtouren und gibt spannende Einblicke in seine Arbeit als Autor.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen!

Interview mit Michael Marcus Thurner
Literatur im Lindenwirt
Wie würdest du dich jemandem vorstellen, der dich und deine Bücher noch nicht kennt?
Servus, ich bin der Michael. Ich lebe seit 25 Jahren vom Schreiben – und ich liebe es. Ich bewege mich in den unterschiedlichsten Genres. Science Fiction, Horror, Fantasy, Reiseliteratur, Kabarett-Skripte … ich habe schon ziemlich viel ausprobiert. Meine eigentliche »Heimat« ist aber die Heftromanserie PERRY RHODAN.
Erinnerst du dich noch daran, wann du deine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt hast? Was hat dich ursprünglich dazu bewegt, Geschichten zu erzählen?
Ich habe erst sehr spät mit dem Schreiben begonnen, weit jenseits der 30. Der ursprüngliche Antrieb war, anderen Leuten und mir zu beweisen, dass ich es kann. Mit knapp 40 Jahrenund nach kleineren Erfolgen mit Kurzgeschichten wurde ich arbeitslos und habe mir gesagt: Ich versuche jetzt mal, ob ich vom Schreiben leben kann.
Neben dem Schreiben spielt auch das Reisen eine große Rolle in deinem Leben. Was bedeutet Freiheit für dich persönlich?
Das ist einfach zu beantworten, denn Freiheit ist für mich alles.
Du bereist Europa mit dem Motorrad. Was fasziniert dich an dieser Art des Reisens?
Die Unmittelbarkeit. Die Flexibilität. Die Unabhängigkeit. Das Gefühl, quasi mit dem ganzen Körper den Witterungen ausgesetzt zu sein … Es ist ein Mischmasch an guten Gefühlen, das nur ganz schwer in Worte zu fassen ist.
Kannst du dich noch an deine erste größere Motorradtour erinnern?
Das hängt ein wenig von der Definition „größere Tour“ ab. Ich war seit Beginn meiner Zwanziger unterwegs, meist sehr ausgiebig und intensiv.
Gibt es einen Ort, der dich auf deinen Reisen besonders beeindruckt hat?
Darüber schreibe ich in meinen Büchern immer wieder: Es gibt nicht DIESES EINE Reiseziel, das mich beeindruckt hat. Ich habe bis jetzt aus jedem Land überwiegend positive Eindrücke mit nach Hause genommen.
Generell bin ich aber eher der Typ Mensch, der die Berge und die Kühle des Nordens liebt.
Welche Begegnung mit Menschen ist dir bis heute besonders in Erinnerung geblieben?
Auch da möchte ich mich nicht festlegen, weil es zu viele tolle Begegnungen gab. Was ich aber ganz generell beeindruckend finde: Je „ärmer“ ein Land, desto freundlicher und ungezwungener die Menschen.
Reist du lieber mit einem festen Plan oder lässt du dich unterwegs treiben?
Ich wähle meist eine Region oder ein Land aus und lasse mich, dort angekommen, grundsätzlich treiben.
Gab es auf deinen Touren auch einmal eine Situation, in der du improvisieren musstest?
An jedem einzelnen Tag, den ich unterwegs bin, muss ich mich mit ungewöhnlichen Situationen auseinandersetzen.
Was nimmst du von deinen Reisen mit nach Hause – außer vielen Kilometern und Fotos?
Für eine Weile hatte ich eine Art Fahrtenbuch mit, eine dicke Schwarte, die in Leder eingebunden war. Dort haben mir Reisebekanntschaften etwas reingeschrieben oder reingezeichnet. Dieses Buch hüte ich wie einen Schatz, es besitzt einen enormen Erinnerungswert abseits der Tiefen eines Rehner- oder Handyspeichers.
Weiters bringe ich meinen beiden Kindern von meinen Reisen oft was mit. Meist handelt sich’s um Früchte und Zapfen von landestypischen Bäumen.
Wie entstand die Idee zu „Alte Eisen auf Reisen“?
Ausgangspunkt war eine Beziehungskrise. Auf einmal wusste ich, dass ich an meinem Leben etwas ändern musste.
Was erwartet die Leserinnen und Leser in diesem mehrbändigen Reisebericht?
Da fällt mir die Antwort schwer. Ich kann auf jeden Fall sagen, was meine Bücher NICHT sind: typische Reiseführer.
Ich schreibe über Lustiges oder Spannendes, über Begegnungen, über besondere Erlebnisse. Auch übers Älterwerden und die damit einhergehenden Schwernisse rede ich.
Wie entscheidest du, welche Erlebnisse und Gedanken ihren Weg ins Buch finden?
Das wird weitgehend durch die Reise selbst bestimmt. Wenn mir das Motorrad zum dritten Mal im Schotter umfällt oder ich bei starkem Pinkeldrang nicht und nicht aus dem Regengewand rausfinde – das schreit doch nach einem Bericht, oder?
Welche Rolle spielen die Fotografien für deine Geschichten?
Ich bin, das muss ich mir selbst eingestehen, kein sonderlich guter Fotograf. Also mache ich möglichst viele Bilder, und dann sind dann doch immer wieder welche mit dabei, die brauchbar erscheinen. Außerdem helfen Fotos im Nachhinein bei der Orientierung, wo ich wann war.
Neben deinen Reiseberichten schreibst du auch Science Fiction und Fantasy. Was reizt dich an diesen Genres besonders?
Ich bin mit der SF-Serie PERRY RHODAN aufgewachsen, und von dort war es nur ein Minischritt zur klassischen Science Fiction. Dass der Weg dann auch zur Fantasy führen würde, war abzusehen. Heutzutage bewege ich mich gerne zwischen den Genres hin und her. Ich liebe diese Abwechslung.
Im Lindenwirt stellst du „Turil, den interstellaren Totengräber“, vor. Wie entstand diese ungewöhnliche Figur? Was macht Turil als Charakter so besonders?
Turil ist meiner Meinung nach eine typische Wiener Figur. Sie ist nicht immer besonders nett, aber halt auch interessant. Und sie hat was zu sagen. – Das war der Grundgedanke bei der Charakterentwicklung von Turil, und dazu habe ich mir dann noch ein eigenes Universum gebastelt.
Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen deinen Reisen durch Europa und deinen Reisen in fantastische Welten?
Definitiv. Das Schreiben wird von Erlebnissen und Eindrücken gefüttert, das Reisen durch meine Sehnsucht nach dem Unbekannten, das vor mir liegt. Ich möchte immer wissen, was hinter dem nächsten Hügel liegt.
Im Rahmen von „Literatur im Lindenwirt“ bist du am 9. Juli 2026 zu Gast bei Robert Corvus. Was hat dich an der Einladung gereizt?
Ich habe Robert / Bernd bereits vorab besucht und seine Gaststätte samt Saal gesehen. Der Ort ist großartig. Umso erfreuter war ich, als ich gehört habe, dass er die Räumlichkeiten für seine literarischen Veranstaltungen nutzen wollte – und dass er mich mit dabei haben wollte.
Du kennst Robert Corvus bereits durch die gemeinsame Arbeit bei PERRY RHODAN. Worauf freust du dich bei der Lesung am meisten?
Auf die Zuhörer. Auf die Begegnungen mit Menschen, denen meine Art zu leben vielleicht völlig fremd ist – und die ich ein bissl dafür begeistern möchte. Und da ich mit Robert / Bernd jemanden „hinter“ dem Vorhang weiß, der für diese Lesungsreihe brennt, kann ja gar nix schiefgehen.
Was dürfen die Besucherinnen und Besucher an diesem Abend erwarten?
Ich improvisiere gern. Ich werde also ein wenig aus meinen Büchern vorlesen, Anekdoten erzählen, die Zuseher mit Hilfe von Bildern in andere Länder versetzen. Und natürlich gerne Fragen beantworten.
Was wünschst du dir von einem Publikum?
Die Bereitschaft, sich auf fremde Gegenden und Länder einzulassen und mal Deutschland / Österreich nicht als allgemeingültigen Maßstab heranzuziehen.
Woran arbeitest du derzeit? Gibt es neue Reiseziele oder Buchprojekte, auf die du dich besonders freust?
Es wird ein viertes Reisebuch geben, ein Teil der Texte dazu ist bereits geschrieben. Was die Reisen angeht, gibt es ein paar europäische Destinationen, die ich tatsächlich noch nicht kenne. Island und Moldawien zum Beispiel. Diese „Lücken“ möchte ich dieses und nächstes Jahr schließen – und auch in Länder zurückkehren, in denen ich noch längst nicht alles gesehen habe. Nach Finnland zum Beispiel, oder in die Pyrenäen.
Darüber hinaus gibt es Gedanken, meine Reisen über die Grenzen Europas hinaus auszudehnen.
Gibt es einen Ort in Europa, den du unbedingt noch mit dem Motorrad entdecken möchtest?
Wie oben bereits erwähnt: Nach Island habe ich es noch nicht geschafft. Obwohl ich es seit fast 40 Jahren vorhabe.
Was hoffst du, dass die Besucherinnen und Besucher nach deinem Abend bei „Literatur im Lindenwirt“ mit nach Hause nehmen – einen Reisetraum, eine neue Geschichte oder vielleicht sogar beides?
Auf jeden Fall ein gutes Gefühl. Ich hoffe, dass ich ein bissl die Abenteuerlust wecken kann. Dass die Leute lachen und gerne auch mal den Kopf über meine Ungeschicklichkeiten oder meine „Fehler“ schütteln. Dass ich sie ein klein wenig mit meinem Reisefieber anstecken kann.
Wenn ich auch nur eines dieser Ziele erreiche, habe ich meine Mission erfüllt.
Michael Marcus Thurner verbindet auf beeindruckende Weise Abenteuerlust, Reiselust und Fantasie. Besonders spannend finde ich, wie seine persönlichen Erlebnisse unterwegs und seine kreativen Ideen immer wieder miteinander verschmelzen und so ganz unterschiedliche Geschichten entstehen lassen.
Auch wenn ich diesen literarischen Abend leider nicht selbst besuchen kann, freue ich mich sehr, die Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ weiterhin als Kulturpartnerin begleiten zu dürfen und euch die jeweiligen Gastautorinnen und Gastautoren bereits vor den Veranstaltungen näher vorzustellen.
Wenn ihr nun neugierig auf Michael Marcus Thurner geworden seid oder Lust auf einen besonderen Literaturabend in gemütlicher Atmosphäre bekommen habt, findet ihr alle wichtigen Informationen zur Lesungsreihe „Literatur im Lindenwirt“ auf der Website von Robert Corvus. Dort findet ihr die aktuellen Termine, Informationen zu den jeweiligen Gästen sowie Hinweise zu Tickets, Anfahrt und Übernachtungsmöglichkeiten.
Bitte informiert euch vor eurem Besuch noch einmal über den aktuellen Stand, da Änderungen jederzeit möglich sind.
Über den Autor

Bildnachweis: © Michael Marcus Thurner
Michael Marcus Thurner, 1963 geboren in Wien und ebendort aufgewachsen, übt nach mehreren Hochschulsemestern in Anglistik, Geschichte und Geographie eine Vielzahl von Jobs aus und ist mit dem Motorrad kreuz und quer durch Europa unterwegs.
Seit 2002 als Autor tätig, schreibt er ab 2005 für die größte SF-Serie der Welt, PERRY RHODAN. Nebenaspekte seiner schriftstellerischen Tätigkeit sind u.a. die Mitarbeit an einem PC-Spiel, Exposé-Gestaltung für Buch- und Heftserien, Mitarbeit an Kabarett-Programmen, Korrektorat und Lektorat. Seit 2011 veranstaltet er mehrtägige Schreibcamps in Wiener Neustadt und Eggenburg.
Wann immer er Zeit findet, sitzt er an eigenen Projekten. So sind die Bücher „Turils Reise“ (2009) und „Plasmawelt“ (2010) im vom ihm entwickelten Universum namens „Kahlsack“ angesiedelt. Im Oktober 2013 erscheint sein erstes serienunabhängiges Fantasy-Werk „Der Gottbettler“, im März 2015 folgt „Der unrechte Wanderer“, im Dezember 2015 desselben Jahres „König in Ketten“.
(Quelle + Infos: https://www.amazon.de/stores/author/B00459Y0JY/about)
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